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2. Paderborner Metal Night mit: Heaven Ward & Warburg & Stormage & 7 Seals & Fading Starlight

Als Osnabrücker erlaube ich mir einfach mal zu sagen:

Paderborn und 2. Bundesliga passt zusammen wie Bier und Erdbeer-Eis oder Dimmu Borgier und Schweden.


Die Show allerdings war nicht so begeisternd, vor allem da der Bassist dem Publikum zunächst die ganze Zeit den Rücken zudrehte.

Fronter Stefan Keßel konnte durch eine dominante und vielfarbige Stimme überzeugen an der Performance selber kann allerdings noch etwas gefeilt werden. Zu statisch und mit wenig Kontakt zum Publikum wurde das Set runtergespielt – Die Band bewegte aber wenigstens einige Metalheadz zum Mitgehen.

Musikalisch erinnerte HeavenWard irgendwie an eine Kombination von Biff Byford Throat (für die jüngeren unter euch; das ist der Fronter von Saxon einer bekannten britischen NWOBHM-Band! ;-)) und Primal Fear-Sphäre. Allerdings könnten die Tracks ruhig mehr Power vertragen. Als „Freecalling“ gespielt wurde waren schon 40 Leutz im Saal und einige schüttelten ihr Haar und stellten sich sogar näher an die Bühne. Am Ende der ersten Band war der Saal dann schon mit ungefähr 50 Leuten gefüllt die auch schon für die nächste Band motiviert waren.

Es folge nach kurzer Pause WarBurg, bei denen ging es zunächst mit viel Rhythmus los, der erste Track erinnerte mit viel *yippieyayeah* etwas an Johnny Cash. Allgemeinen schienen die Salzkottener um Fronter Jörn

Leiwesmeier eher zur Spass-Fraktion der Metal-Szene zu gehören.

Leider gab es dann einige technische Probleme, da ein Amp durch war und eilig Abhilfe geschaffen werden musste. Trotzdem wurde es nicht langweilig, da Jörn ein lustiges Zwischenspiel mit Witzen und Possen auf die Bühne stellte – aber wo bitteschön waren die in so einer Situation üblichen Chuck Norris-Jokes??

Nach „ein Prosit, ein Prosit“ war die Stimmung schon merklich aufgelockert und dann ging es auch weiter. Der Gesang war leider wieder etwas zu leise, das Drumming kam aber schnell und treibend. Als Jörn dann auch noch ein Striptease hinlegte (na ja, er zog bloß das Shirt aus) jubelten die weiblichen Gäste und vor der Bühnen war schon einiges los. Er überraschte seine Zuhörer dann auch noch mit einem Klarinettenspiel, dieses kam allerdings doch etwas schief daher. Gehen wir mal davon aus dass das so sollte!

In der Umbaupause lernten wir dann vor der Halle noch ein paar nette Leute kennen und Ace kostete das erste Mal in seinem Leben „Frosthyrmblut“ (über die richtige Schreibweise wäre ich dankbar, meldet euch also, Paderborner!), was nichts anderes als 1 Flache Vodka mit 1 Packung darin aufgelöster Wick Blau Bonbons ist – Auf einem Festival DIE Alternative zum Zähneputzen! Ergo war die Stimmung vor, wie auch im Saal allgemein schnell alkoholschwanger und gelöst.

Dann enterten gegen 21:30 die Power Metaller Stormage die Bühne. Leider waren zu diesem Zeitpunkt mehr Leute vor, als im Saal.

Die vier Bochumer um Fronter Heiko versuchten das Publikum zu motivieren indem sie oft mit den Leuten vor der Bühne kommunizierten. Heiko stieg sogar von der selbigen in die Zuschauer-Menge und ließ die Leute direkt mitsingen. Die Meute wurde mitgerissen und Stimmung wie auch Zuschauerzahl stieg während des Auftritts wieder an.

Dann kamen 7 Seals, respektive Co-Headliner des Abends.

Leider war der Gesang schon wieder zu leise, so dass man Probleme hatte den Texten zu folgen, was gerade bei dieser Combo aufgrund der Tiefe der Lyrics sehr lohnenswert ist.

Autor: Mandra & Ace