MENU
Home » CD-Reviews » 3rd Attempt – Born In Thorns

3rd Attempt – Born In Thorns

3rd Attempt – Born In ThornsHimmel, was ist das denn für ein geiles Brett? Die beiden Gitarristen Tchort und BloodPervertor, die vorher schon in den Bands Blood Red Throne, Emperor und Apostasy spielten, haben sich nach dem Verlassen von Carpathian Forest nicht lumpen lassen und gründeten mit Ödamark und Tybalt (ehemalig bei Den Saakaldte) prompt ihre eigene Band.

Der Blick auf das Cover des Erstlingswerkes lässt auch Genreneulinge gleich erahnen, wo die werten Herren vorher gespielt haben: Nattefrost-artiges Posing mit Corpsepaint und Maschendrahtzaun. Ok, naja. Nichts Neues. Lauscht man allerdings dem ersten Track, wird einem ganz euphorisch zumute und man will sofort mehr. Mehr Gedresche, räudiges Gekeife und vor allem mehr von diesen genialen ohrwurmlastigen Gitarrenriffs.

Schon werden die Boxen aufgedreht und das grenzdebile Kopfnicken geht los. Man vermisst hier nichts – keinen old-school Black Metal, keine Grooves, kein Geschrammel. Alles da, was das (Black-) Metal Herz begehrt. Eine Vorraussetzung gibt es allerdings: man sollte auf den Black’n’Roll stehen, denn davon gibt es bei 3RD ATTEMPT eine ganze Menge.

Mein Anspieltipp ist ganz klar der Track „Art Of Domination“: Treibende Drumbeats, eingängige Riffs, partytaugliche Refrains und ein gesunder Hauch Misanthropie. Schnell wird einem klar, dass die Band es mit dem ausgelutschten Genre-Wort ‚true’ nicht so ernst nimmt und den Black Metal kreiert, wie es ihnen passt. Black Metal Punks? Vielleicht. Schäbig? Niemals!

Tracklist:

1. Torment Nation
2. Dark Vision
3. Art of Domination
4. We Defy
5. Born in Thorns
6. Beast Within
7. Sons of the Winter
8. Nekrogrammaton
9. Firestorm
10. Anti-Self

Wertung: 9 von 10