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Abi Rockt mit: On Knifes Edge & Offline & Lena Engelbrecht & Orange Cellar Club & Impexus

Am 2.3.2007 fand ab 20 Uhr im Küsters Hof in Wunstorf bei Hannover die Veranstaltung „Abi-Rockt“ statt.

Für dieses Konzert wurden diverse Nachwuchsbands aus der Umgebung eingeladen, die man dann für einen Preis von drei bis fünf Euro begutachten konnte. Grund genug also, mal vorbeizuschauen, zumal sich IMPEXUS angekündigt hatten, die schon lange keine Unbekannten in der Umgebung mehr sind..

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Das erste, was auffiel, war, dass es noch vor Einlass ziemlich voll vor dem Gebäude wurde. Dafür verantwortlich war die Technik, die noch einen Soundcheck ausstehen hatte, welcher wegen entsprechender Schwierigkeiten immer weiter nach hinten verschoben wurde. Erst mit einer halben Stunde Verspätung, also um 19:30 Uhr, konnten die zahlreichen Gäste aus der Kälte geholt werden. Wieder verging etwas Zeit, doch dann wurde pünktlich angefangen.

On Knifes Edge (frei übersetzt: Auf Messers Schneide), ebenfalls eine Runde von Newcomern, betraten die Bühne, begannen damit die Technik nach ihren Bedürfnissen zu verändern, was, nebenbei bemerkt, erneut nicht fehlerfrei ablief, und fingen dann überraschend stark an! Zwar war die Akustik nur vorne gut, aber dafür wurde ein schöner Nu- bis DeathMetal praktiziert, der die Metaller zum Headbangen animierte, jedoch nicht bei allen im musikalisch stilistisch gemischten Publikum auf Anklang stieß. Die Jungs, damit sind Jonas Focht, David Deutsch, Heiko Lubs, Philipp Aeske und Alex Diekmann gemeint, machten ihre Sache dauerhaft gut, wenngleich auch die Kritik aufkam, dass die Texte sich zum Teil sehr ähnelten und das die clean gesungen Anteile nicht gut rüber kamen. Dennoch waren ausgezeichnet Riffs zweifellos ein Markenzeichen der Fünf mit eigenem Tourbus (siehe Photogalerie). Nach insgesamt acht Nummern, die mit mehr oder weniger Bewegung gefüllt waren war die Sache an sich auch schon abgeschlossen und man durfte sich auf den nächsten Akt freuen.

Nach diesem erfreulichen Start war der Abend ideal vorbereitet und Spannung wurde somit verbreitet. Die nächsten auf der Bühne sollten Offline sein, die erneut mit Umstellungen am Sound loslegten… beziehungsweise loslegen wollten, was auf Grund entsprechender Probleme nicht ganz funktionierte, weswegen eine längere Pause eintrat. Ärgerlich für mich: Aus irgendeinem Grund hab ich in dieser Zeit zahlreiche sinnlose Wetten verloren, die ich nie abgeschlossen habe.

Jedenfalls ging es dann irgendwann los. Wie man dem aufgespannten Banner entnehmen konnte (Aufschrift: „Support your local ANTIFA“) war die politische Richtung der, ich denke es ist zutreffend, Punkrocker nicht neutral und sie hatten offensichtlich auch keine Motivation das zu verbergen. Wenn es dabei geblieben wäre, so wäre es auch lange kein Kritikpunkt gewesen, denn Antifas müssen ja nicht radikal sein. Leider ist aber während des Auftritts immer wieder über die Junge Union hergezogen worden und es wurden, wenn ich das nicht missverstanden habe, Mitglieder des Publikums auf Grund einer anderen politischen Meinung offen verbal angegriffen und das finde ich persönlich nicht in Ordnung. Rufe wie „Sowjetunion“ gehörten zur Tagesordnung. Mit Anti-Dänischen Kommentaren wurde außerdem klar, das diese Gruppierung nicht die linke Szene unterstützt, sondern die linksradikale. Musikalisch war da dann leider auch nicht mehr viel rauszuholen. Zwar wurde viel Spielspaß deutlich es wurde im Publikum Bewegung herbeigeführt und ein schneller Rhythmus gewahrt, dennoch aber nichts wirklich Neues zur Geltung gebracht. Den Fünfen, in diesem Fall Tim Ma(r)x als Sänger, Daniel Friese als Gitarrist, Jan Hoffstätter, ebenfalls an der Gitarre, Johannes Christiansen am Bass und als Drummer Thimo Beil, sei gesagt, dass sie solche Sachen nicht auf politisch neutrale Veranstaltungen machen sollten. Es vergrault Zuhörer und schreckt nur von dem sicherlich gut gemeinten Ziel ab. Negativ war zudem, dass, als ich meinen Notizblock kurz aus der Hand gab, damit die Band ihr Line Up aufschreiben konnte, den Block dann aber ohne den Zettel mit den Kritikpunkten wieder bekam. Und leider hat auch irgendjemand vergessen die Setlist bei zufügen.

Aber genug davon. Immerhin war das ja glücklicherweise nicht die letzte Band. Anschließend sollte ein Duo folgen, welches mit einer Akustischen Gitarre und einem E-Bass auftrat. Leider konnte ich den Namen nicht in Erfahrung bringen, darum will ich sie mal so nennen, wie mir die anderen Leute im Gebäude empfohlen haben: Lena Engelbrecht der ihr Freund und dem sein schüchterner Gitarrist. Danke noch mal für die Information.

Diese Beiden warteten mit viel mehr Melodie auf, als die Vorgänger, es fehlte jedoch an Power und Enthusiasmus. Liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass die wesentlich bekannteren Bands, die gecovered wurden ebenfalls nicht als Energiegeladen zu bezeichnen sind. Es ging alles mehr in Richtung Indie und Pop. Das Ganze war zum Entspannen ganz gut, was auch an den zweistimmigen Abschnitten lag, die einen beruhigenden Charakter aufwiesen. Die Titel der einzelnen Songs waren dem entsprechend gepolt, so hieß zum Beispiel der Letzte Track, also der Neunte, „Don’t Look Back In Anger“, was übersetzt „Sieh nicht in Wut zurück“ heißt. Hat also ein Bisschen was von einem Gegensatz zu den aufhetzerischen Aussagen von Offline. Alles in allem war es keine schlechte Vorstellung, weshalb es besonders ärgerlich ist, dass der Name hier unbekannt bleiben muss. Aber sonderlich auffällig war die Sache ja nun auch wieder nicht.

Bevor es dann weiter gehen konnte dauerte es wirklich Ewigkeiten, bis alle weiteren Probleme der folgenden Gruppe gelöst waren. Ein Mikro funktionierte nicht und, und, und… das zerrte bis zur Unendlichkeit an der Geduld und man verfiel leider in Langeweile und Müdigkeit. Dann ging es doch noch los.

Der Orange Cellar Club feierte Primäre! Erneut eine Indie-Pop-

Gruppe, dieses Mal aber mit ein paar mehr Bandmitgliedern. Ein Bisschen klang die Gruppe Anfangs wie die Red Hot Chili Peppers, dann aber doch etwas eigen, im Gesang etwas wie Redhanded. Dummer Weise saß ich zu Beginn sehr weit Weg vom Ort des Geschehens, sodass mir das Ganze als Lustlos und ohne Einsatz verkam. Erst als ich nach vorne ging merkte ich, dass ich ein Opfer der Akustischen Disparität im Gebäude geworden bin. Vorne ließ sich die Sache sehr gut anhören. Natürlich fehlte es mir auch weiterhin an Power, aber das lag nun mal an der Musikrichtung, die ganz gut umgesetzt wurde. Orientiert blieb die Gruppe aber sehr Dicht am Mainstream, auch wenn es mit „Tell me how it ends“ bei nur einem Liebeslied blieb. Emotionen konnten, als Resultat von gutem Instrumentalenzusammenspiel, ohne Probleme ins Publikum übertragen werde. Nach sieben Stücken war auch die vorletzte Band fertig.

Und endlich war es fast soweit: IMPEXUS sollten folgen! Die Vier, das sind Frederik Bach als Sänger und Gitarrist, Thorben Bach an den Drums, Jens Giesecke am Keyboard und Michael Kosik, ebenfalls als Gitarrist., brauchen sich nun schon lange nicht mehr verstecken. Nach dreieinhalb Jahren Band Geschichte können sie bereits größere Gigs vorzeigen. So haben sie nicht nur vor großem Publikum in der Sporthalle des Dorfes Luthe oder bei anderen lokalen Veranstaltungen gespielt. Über den Veranstalter Berenstark war es ihnen zusätzlich möglich im Soma in Hannover aufzutreten. Ihr Stil ist als variabel zu bezeichnen, am treffendsten jedoch als Hardrock mit Blues Einflüssen.

Dementsprechend fingen sie auch an. Und ob man’s glaubt oder nicht. Es war kein Fehler IMPEXUS bis zum Ende aufzusparen. Das Beste gehört eben ans Ende. Schade eigentlich, das so viele schon gehen musste, um ihre Anschlussbusse nicht zu verpassen oder weil es einfach zu spät wurde. Um vor der ersten Nummer noch die Stimmung zu verbessern, die gespannter fast nicht seien konnte fing Kosik erstmal an auf der Bühne rumzutänzeln und Frederik Bach gab zu „froh“ zu sein, „das zu so später Stunde noch so viele da sind.“. Die Fans begannen derweilen verzweifelt die Namen der Jungs zu rufen, auf das es endlich losgehen würde, und dann war es endlich wirklich soweit. Mit einem guten Gitarrenspiel und starken Drums wurde ein energiegeladener Blues angestimmt, der zunehmend vom Hardrock dominiert wurde. Die rauchige Stimme klang in diesem Zusammenhang äußerst passend und förderte den Eindruck von typischen Blues-Elementen. In den folgenden Tracks wurde darf niemals die Wichtigkeit des Keyboards ignoriert werden, das durchaus wichtige Umspielungen preisgab. In „Let me be your lover“ wurde dann der Sound etwas aggressiver und die Gitarren tiefer, was dem Lied einen besonders fordernden Charakter verlieh. In dieser Nummer war dann auch ein besonders überragender Riff zu vernehmen, welcher sich in der Tonhöhe vom rhythmischen Hintergrund abhob. Danach gab’s wie sooft an dem Abend mal wieder Kritik an der Technik, aber das war zum Glück nicht sonderlich auffällig. Wer den Film „Blues Brothers“ gesehen hat, der hätte sich, die Musik betreffend, sicher ein bisschen an diesen Film erinnert gefühlt. Wo die Emotionen lagen wurde immer mal wieder an den Texten klar, die übrigens gut verständlich vorgetragen wurde. Wenn es zum Beispiel hieß „you can go“ ließ es sich bald interpretieren, das es sich bei dem, in dem Song geführten, Monolog, um einen zum Abschluss einer Beziehung handelte. Refrains waren immer eingängig und verfehlten nicht das Ziel die Leute im Publikum anzusprechen. Nach vielen, insgesamt 16, Stücken die mal mehr härte, manchmal auch mit Metaleinflüssen, mal emotionaler waren, endete auch die letzte Nummer, ein Cover von „Smoke on the Water“ das schon fast mit dem Original mithalten konnte. Dialoge wurden immer sehr direkt, besonders von den Bachs geführt und auch ältere Menschen zum Tanzen animiert. IMPEXUS haben sich also zweifellos mit einer tadellosen Leistung empfohlen, die ich jedem nur empfehlen kann.

Abschließend sei gesagt, dass dieser Abend Höhen und Tiefen erlebte. Abwertend war ein bisschen die Technik und das die Samurai-Core Band Yokozuna, die groß auf den Flyern stand gar nicht da war. Dafür war es aber sehr voll. Neben IMPEXUS, die den Abend am Ende noch einmal retten konnten gehörten die Opener On Kinfes Edge zu den Gewinnern des Tages und man darf bei beiden gespannt sein, was noch folgt. Wer IMPEXUS gerne einmal live erleben will, der kann das spätestens am zweiten Oktober tun. An diesem besagten Tag treten sie wahrscheinlich zusammen mit anderen Wunstorfer Bands und den Grailknights zum Wohltätigen Zweck auf. Wer also gute Musik hören will und Kinder in Madagaskar unterstützen will, der soll doch bitte einmal vorbei kommen. Mehr zu IMPEXUS könnt ihr auf Myspace erfahren.

Setlist Offline

n/a

Setlist On Knifes Edge

1. Down Again

2. Door 2.12

3. Route To Remain

4. Episode 666

5. Powertrip

6. The Beginning

7. Inhuman

Setliste Lena Engelbrecht der ihr Freund und dem sein schüchterner Gitarrist

1. Mardy Bum

2. Are You Gonna Be My Girl

3. She Moves In Her Own Way

4. Blood Thirsty Bastards

5. She

6. I Love You But You’re Green

7. Ooh La

8. Golden Touch

9. Don’t Look Back In Anger

Setlist Orange Cellar Club

1. Fear of Loss

2. Bench Warmer

3. Summer Utopia

4. My daily Mirro(w)r

5. Heros of the Battlefield

6. Tell me how it ends

7. To A Friend

Setlist Impexus

1. Intro

2. GoGo Girl

3. Interstate Highway

4. Let me be your lover

5. Too good for you

6. Tell me

7. Love or leave

8. Play with you

9. Broken Visions

10. Life in misery

11. When two world become friends

12. Stay

13. Streetfights

14. Just a good dream

15. Sexy

16. Smoke on the water