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Apiary – Lost In Focus

Wer bisher glaubte, daß der als Golden State bezeichnte US-amerikanische Bundesstaat Kalifornien neben Surf-Punk musikalisch nichts zu bieten hätte, wird, wenn er das Debüt der fünf Apiary-Bengel hört, sein blaues Wunder erleben.


Betrachtet man das Covermotiv, das einen einsamen Feldweg darstellt, erwartet man eher düstere, schwermütige Mucke à la Opeth, Katatonia oder Autumnblaze. Aber von wegen… Das, was auf „Lost In Focus“ geboten wird, ist Metalcore der fiesesten Sorte. Man stelle sich einen perversen Hybriden aus Meshuggah zu ’Destroy Erase Improve’-Tagen und Hatebreed vor, und schon erhält man den Sound, den Apiary zelebrieren.Es regiert eindeutig die Brutalität – auf Akkustikgitarrenparts oder gar cleanen Gesang wurde gänzlich verzichtet. Shouter Jason brüllt sich die Seele aus dem Leib, dass mir schon bange um seine Stimmbänder wurde. Die Gitarrenfront zersägt mit ihren Killerriffs die Luft. Und Drummer Adam verprügelt sein Drumkit, als ob es keinen Morgen gäbe.Leider mangelt es den dreizehn Tracks an Eingängigkeit. Selbst nach sechsmaligem Anhören der Scheibe blieb nicht ein Fitzel der Musik hängen. Aber was soll’s; Melodien sind eh ’was für Weicheier! Die Produktion ist adäquat druckvoll ausgefallen; hier wurde ganze Arbeit geleistet.Fazit: „Lost In Focus“ ist sicherlich kein Klassiker des Genres, dürfte aber durchaus seine Liebhaber finden. Und mit Sicherheit kann man mit dieser Platte ordentlich den (Volksmusik hörenden Nachbarn) aus der Koje hauen…

Wertung: 6 von 10