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Asgaia – In carni veritas

Asgaia sind wieder da, diesmal mit einem Full Length-Album. Nach dem uns bereits 2005 die Promo der 1995 gegründeten Band in die Hände flog, welche mein werter Herr Kollege Peeper seinerzeit reviewte, erwartet mich nun mit 10 Songs plus Intro und einer Gesamtspielzeit von fast 50 Minuten das neue Werk „In carni veritas“ der Melodic Deather mit sehr starkem Gothic-Einschlag.


Wem´s gefällt, der kann auch von Gothic Metal mit Death-Anleihen sprechen. Nach einem kurzen Intro erklingt bereits bekanntes Material. „Under control“ war auch schon auf dem Demo enthalten geht direkt ohne Unterbrechung in Track drei „Obscuring“ über. Auch dieser weißt die schönen Melodien und einen starken, aber die Wirkung eher unterstreichenden, als zerstörenden Keyboardeinsatz, der über das ganze Album immer wieder genutzt wird, auf. Eine gewisse Ähnlichkeit zu Crematory oder auch zu den Newcomern WinterDome ist nicht zu verkennen. Der folgende Track „QQQ“ ist wiederum ein Intro zum ersten wirklich langsamen Stück auf der CD. Mit einem Rhythmus, der jeder Doom-Band gut gestanden hätte, beginnt die Gothic-Halbballade „Enslavery“. Ein schöner Melodiebogen im Refrain und hin und wieder hineingehauchte Sprengsel runden das Bild dieses Liedes ab.Die nächsten beiden Stücke sind wieder gute Bekannte und schon auf dem Demo enthalten. Doch dieses mal mit vertauschter Position. Ist auf dem Demo der Titel „Illusions“ noch vor den „Dutch mountains“ enthalten, verhält es sich auf diesem Album genau andersherum. „The End“, das achte Stück auf diesem Silberling, beginnt mit einem Double-Base-Gewitter. Hier ist wieder der Death Metal Einschlag hervorstechend. Auch diesem Lied haftet ein schnell ins Ohr gehender Refrain an. Die cleane Stimme von Marcel Fischer, welche meistens Fronter Thomas Thiele unterstützt, ist hier auch mal einzeln zu hören. Um das 2005 Demo abzurunden, ist mit „Invented Reality“ auch das vierte und letzte Stück dieses Vorgeschmacks auf das aktuelle Album enthalten. Folgen als noch zwei weitere Songs.Ein kleines Schmunzeln führte bei mir das nächste Stück zutage, als mir wohl bekannte Klänge aus der Techno/Trance/Charts-Ära entgegenschallten. Mit „Children“ wurde hier nämlich der Charterfolg von Robert Miles neu vertont. Aber einfach kopieren wäre nicht stilgerecht gewesen. Der Song wird mit brettharten Riffs und gehörig Double-Base so richtig schön vermetalt. Durchaus auch mal ein Stück für eine Metal-Party. Das letzte Stück dieser CD ist das treibende „Masculinity“, welches wieder „Crematory“-Anleigen besitzt.Um nun zu einem Fazit zu kommen, kann ich den Gesamteindruch, den mein Kollege Peeper schon beim Demo hatte nur bestätigen. Und da dieses der Fall ist, werde auch ich 4 Punkte für diese tolle CD geben. Aber mit einer leichten Tendenz nach oben.

Wertung: 8 von 10