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Black Star Riders – All Hell Breaks Loose

Der 4. Januar 1986 war ein ganz schwarzer Tag für die Musikwelt. Mit Phil Lynott starb nicht nur einer der wichtigsten Sänger des Hard Rock Genres, mit seinem nicht ganz unerwarteten Drogentod wurde auch die irische Hard Rock-Legende Thin Lizzy zu Grabe getragen. Wer hätte denn auch den charismatischen Ausnahmesänger ersetzen sollen? Mit Phil Lynotts Tod waren Thin Lizzy Geschichte.


In den Jahren danach gab es zwar immer mal wieder einzelne Tribute-Konzerte mit den verbliebenen Musikern der Band zum Gedenken an Phil Lynott, aber zu einer richtigen Reunion und Konzertreise kam es erst im Jahr 2009. Den Posten des verstorbenen Sängers übernimmt seitdem Ricky Warwick (Ex-The Almighty). Viele Fans von Thin Lizzy hatten Zweifel mit der Verpflichtung des deutlich jüngeren Sängers, aber Ricky Warwick konnte alle Erwartungen der Fans zur vollsten Zufriedenheit erfüllen. Ich hatte im April 2012 selber die Gelegenheit, mich von den neu gewonnenen Live-Qualitäten der Band persönlich zu überzeugen, da Thin Lizzy im Rahmen der „Epitaph“-Tour im Vorprogramm von Judas Priest in Münster Halt machten. Als ich meine Augen schloss, hatte ich das Gefühl, dem leibhaftigen Phil Lynott zuzuhören, so sehr hatte mich die aktuelle Version von Thin Lizzy und natürlich Frontmann Ricky Warwick überzeugt.

Als es nach der erfolgreich absolvierten Reunion-Tour darum ging ein neues Album in der aktuellen Besetzung zu veröffentlichen, entschied sich die Band um Bandsprachrohr und Originalgitarrist Scott Gorham dieses nicht unter dem Banner Thin Lizzy, sondern unter dem neuen Bandnamen Black Star Riders laufen zu lassen.

Nun liegt sie vor mir, die CD mit dem Titel „All Hell Breaks Loose“, und ich hätte nicht in den kühnsten Träumen damit gerechnet, dass sich diese Veröffentlichung so stark nach Thin Lizzy anhört. Für mich persönlich zählt „All Hell Breaks Loose“ sogar zu einer der fünf besten Thin Lizzy-Platten aller Zeiten. Einfach alle Trademarks, die ein gutes Thin Lizzy-Album benötigt, sind vorhanden. Die Stimme, die alt bekannten Gitarren-Melodien und natürlich auch die typisch irischen Folklore-Elemente. Besonders das Stück „Bound for Glory“ ist an dieser Stelle hervorzuheben.

Zum aktuellen Lineup gehören neben Scott Gorham (Gitarre) und Ricky Warwick (Gesang) noch Schlagzeuger Jimmy DeGrasso (Ex-Y&T, Megadeth, Alice Cooper, Suicidal Tendencies), Bassist Marco Mendoza (Ex-Whitesnake/Ted Nugent), sowie Keyboarder Darren Wharton und Gitarrist Damon Johnson.

Fazit: „All Hell Breaks Loose“ ist ein richtiges „Gute Laune“-Album geworden und sollte in keinem CD-Regal fehlen. Thin Lizzy sind zurück, zwar unter dem neuem Bandnamen Black Star Riders, aber sie sind zurück. Kaufen Kaufen Kaufen !!!

Tracklist:

  • 01. All Hell Breaks Loose
  • 02. Bound For Glory
  • 03. Kingdom Of The Lost
  • 04. Bloodshot
  • 05. Kissin‘ The Ground
  • 06. Hey Judas
  • 07. Hoodoo Voodoo
  • 08. Valley Of The Stones
  • 09. Someday Salvation
  • 10. Before The War
  • 11. Blues Ain’t So Bad
Wertung: 9 von 10