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Break The Ground Festival 2014

Break The Ground 2014! Und „ZACK“, da ist es auch schon wieder vorbei! Mit dem BTG 2014 in Ahnsbeck bei Celle läuteten wir für euch die Festivalsaison ein, gesellten uns zu den Langhaarigen der Region und konnten wieder mal ein gut organisiertes Musikspektakel erleben.


Donnerstag

Das Festival in Ahnsbeck begann Donnerstagabend mit Kambrium aus Helmstedt, Kadavrik und Hatesphere. Sie läuteten zusammen mit einigen bereits angereisten Metalheads das Festival ein. Leider konnten wir aufgrund beruflicher Probleme erst am Freitag anreisen und verpassten so die erste Runde. Allerdings haben wir uns sagen lassen, dass der gut gefüllte Festivalground bei kühlem Bier und guter Laune einen super Start in das Wochenende hatte.

Freitag

Nach der ersten Nacht eröffneten am Freitagnachmittag gegen 16:00 Uhr Crossplane mit ihrem bewährten Mix aus Metal, Hard Rock und Rock’n’Roll á la Chrome Division und Motörhead den großen Bandreigen. Das Publikum kannte bereits etliche Nummern aus früheren Konzerten in der Region und ließ sich zum Mitmachen animieren. Darauf folgten Die Vorboten, die als aufstrebende Band einen deutlich schwereren Stand beim Publikum hatten als ihre etablierten Vorgänger. Ihre Musik ist als sozialkritischer Death Metal mit deutschen Texten zu beschreiben, welche am ehesten mit den Apokalyptischen Reitern vergleichbar ist. Dabei sind jedoch nur rein musikalische Parallelen erkennbar, da Die Vorboten im Einheitslook ohne die opulente Bühnenshow auskamen. Die US-Powermetal-Veteranen von Vicious Rumors ersetzten The New Black und avancierten zum Geheimfavoriten des Festivals. Dank der Frischzellenkur von 2013 war die Band deutlich agiler und energiegeladener als man das beim Gründungsjahr 1979 erwarten würde. Gitarrist Geoff Thorpe ist als einziges Originalmitglied mit einigen Mitt-Zwanzigern und neuen wie alten Songs auf Kurzbesuch in Ahnsbeck. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Gesangskünste von Sänger Nick Holleman, der definitiv die höchsten Töne des Festivals zum Besten gab. Als einer der Headliner des Festivals konnten die Thrasher von Accu§er viele Zuschauer anlocken und auch In Solitude aus Schweden sorgten zu später Stunde noch mit ihrem obskuren Hard-Rock / Heavy Metal / Stoner Mix für Abwechslung. Die einsetzende Dunkelheit in Kombination mit Nebel und Bühnenbeleuchtung taten ihr Übriges. Der Sänger und die Gitarristen hatten wenig bis keine Berührungsängste mit dem Publikum und sahen den Pressegraben eher als Erweiterung der Bühne. Viel Energie und eine ordentliche Portion Show machten den Auftritt wirklich sehenswert. Den Abschluss des Freitagabends bildeten die Kamikaze Kings mit ihrer mitgebrachten Tänzerin. Zu bereits später Stunde und mit dem üblichen Festivalpegel riskierten die meisten Festivalbesucher einige Blicke zur Bühne, um die Show zu sehen. Würde man heute fragen, könnten sich wohl die Wenigsten an die ausgefallenen Frisuren und SM-Kostüme der Band erinnern, während jeder etwas zum „Tanzmariechen“ zu sagen hätte. Musikalisch definitiv starker Rotz-Rock-Einschlag in Verbindung mit Glam- und Sleaze-Elementen. Die Bühnenshow und feierbare Musik haben für einen krönenden Abschluss der zweiten Runde gesorgt.

Samstag

Bei den Thrash Metal-Jungspunden Godslave gab es am Samstagnachmittag nichts zu meckern. Sie zogen ihre Show routiniert durch und verhalfen dem etwas spärlichen Publikum zum Warmwerden. Danach folgten die Spaßvögel der Excrementory Grindfuckers, bei denen sich das Publikum schon zu Beginn wohlfühlte. Mit ihren schrägen Outfits und den allseits beliebten vulgären Ansagen brachten sie das Publikum zum Tanzen und Feiern. Nach dem Gig konnte man einige Ulknudeln der Band dann auf dem Campingplatz antreffen. Danach sollten ursprünglich Adorned Brood auf der Bühne stehen. Sie wurden jedoch rasch ersetzt durch die Pagan-Black-Metaller Thrudvangar, die ein mehr als würdiger Ersatz waren. Brainstorm und Destruction beendeten dann das Festivalwochenende. Jedoch wollte das Publikum wieder nicht so recht mitspielen. Brainstorm brachten alle Hits von der „Downburst“-Scheibe bis zum neuen 2014er Album „Firesoul“ und gaben von Anfang an Vollgas. Auch Sänger Andy B. Franck war hochmotiviert und versuchte, das faule Publikum mit frechen Sprüchen zum Mitmachen zu animieren.

Was gab es außerhalb der Bühne? Die obligatorische Pommesbude wurde dieses Jahr durch einen mexikanischen Imbiss ersetzt. Dennoch sah es so aus, als finde die neue Geschmacksrichtung bei den Metallern Zuspruch. Außerdem gab ab Freitagabend und am Samstag zwischen den Konzerten immer wieder lustige Metal-Comedy von und mit Micha-El Göhre, dessen Programm sich in diesem Jahr mit dem Thema Metaller und Urlaub beschäftigte.

Fazit

Die Highlights des Festivals waren neben den Bands Brainstorm und Vicious Rumors definitiv die Veranstalter, die rasend schnell Ersatz für einige Bands fanden. Die Festivalbesucher brauchten zwar jeden Tag ein bisschen zum Warmwerden, jedoch kann man das verschmerzen, wenn man bedenkt, dass dies erst der Anfang der Saison war. Durchweg konnten wir dieses Jahr wieder ein super organisiertes Break The Ground Festival miterleben und hoffen, euch nächstes Jahr dort zu anzutreffen.