MENU
Home » CD Reviews OM » Convergence – Points of view

Convergence – Points of view

2001 begann die Band Convergence, um den Gitaristen Mambriani, ihr Melodic-Deathmetal Projekt, welches jedoch bald scheiterte. Erst als sich das Line Up der Gruppe insofern veränderte, dass neben Mambriani noch Palladini (Gesang), Adrini (Bass) und Naldini (Drums) tätig wurden, konnte die Arbeit fortgesetzt werden, diesmal wurde jedoch eher in Richtung Rock, leicht Metal und stark Emocore einschlägig, gearbeitet.


Mit „Points of View“ wurde dann im Jahre 2006 das Debütalbum veröffentlicht, welches zehn Songs beinhaltet, die die musikalische Entwicklung der vier verkörpert. Schon das Cover bietet dem Interessenten erste Interpretationsansätze zum Inhalt des Albums. Eine Person scheint sich auf einer Straße in Richtung einer Trabantenstadt zu befinden. Eventuell lässt sich das bereits als Indiz für Beengung oder Anonymität deuten, die in dem Album möglicherweise angesprochen wird, auf jeden Fall bekommt man einen Eindruck von Emotionalität.Relativ kurz erscheinen die Stücke, die im Maximum knapp über vier Minuten dauern, erzeugen dadurch allerdings eine abwechslungsreiche Atmosphäre, welche auch durch plötzliche Pausen und intelligent eingebaute Einleitungen unterstützt werden. Der erste Track („Bleed“) wird zum Beispiel durch eine Nachrichtensprecherin eingeleitet, welche ihre Nachrichten vorträgt. Das wird jedoch unterbrochen, als andere Sprecher hinzugeblendet werden. Das Stück wird im Allgemeinen von diesen Ansagen geprägt. Eingängig, aber wenig spektakulär ist das Spiel der Instrumente, die leicht in den Hintergrund gerückt in Erscheinung treten. Das ändert sich auch in weiteren Nummern nicht mehr gravierend. Der Gesang passt ganz gut zu der instrumentalen Vortragsweise, spielt also, im Gegensatz zu dieser, eine tragende Rolle. Gut passt auch das Abwechseln von klar gesungenen und geschrieenen Passagen. Warum Emo-Einschläge vorhanden sind lässt sich auch am Text belegen. In „Listen“ (Nr.3) heißt es beispielsweise „never seen my mothers face“, was sehr emotional rüber kommt. Abschließend sei gesagt, das Convergence mit ihrem Album „Points of view“ einen soliden Grundstein gelegt haben und eine tolle Leistung hervorbringen, die hier zu vier Gitarren führt.

Wertung: 8 von 10