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Cradle Of Filth – The Manticore And Other Horrors

Auf das Datum genau ließen sich die Extreme Metaller von Cradle Of Filth zwei Jahre lang Zeit, um ihr zehntes Studio Album „The Manticore And Other Horrors“ zu veröffentlichen. Das Album soll den alten Stil der britischen Größe wieder aufleben lassen und dreht sich um mystische Horrorgestalten aus jeglichen Teilen der Welt.


Die Platte legt mit einem instrumentalen, dramatischen Intro los, ganz wie man es von Cradle kennt, um dann mit dem ersten Track „The Abhorrent“ loszuknallen. Sofort fühlt man sich aufgrund der Sounds und Gitarrenriffs an frühere Alben, wie zum Beispiel „Nymphetamine“ erinnert. Genau dieses Ziel verfolgt die Band und treibt mit punkigen Parts weiter zu „For Your Vulgar Delectation“. Der mittlerweile ein wenig gealterte Dani präsentiert seine Stimme immer noch verhältnismäßig gut, indem er munter das Mikro kaputt schreit und uns seine gewohnt schaurig-obskuren Texte ins Ohr flüstert. Manchmal kann man dennoch ein paar stimmliche Schwierigkeiten heraushören, genau wie auf den heutigen Live-Auftritten der Herren.

Der Titelsong „Manticore“ birgt coole Orchstral-Klänge, so wie leicht orientalisch-geprägte Strukturen. Passend also, da die Alptraumgestalt „Manticore“ aus Persien stammt. „Frost on Her Pillow“ wurde bereits durch ein typisches Musikvideo bekannt gemacht und auch wenn sich über das Styling der Band streiten lässt, überzeugt das Filmchen durch seine Message und unheimlichen Bilder.

Auch die Frauenstimme darf nicht fehlen und so umhüllt eine teuflische, weibliche Stimme den Song „Succumb to This“. Um das Album sentimental im Abgrund versinken zu lassen, gibt es das orchestrale Outro „Sinfonia“. Einfach mal so zum Reinhören empfehlen sich „Frost on Her Pillow“, „Succumb to This“ oder auch „Huge Onyx Wings Behind Despair“.

Auf jeden Fall hat Cradle Of Filth sich hier wieder an mehr Kreativität rangewagt und ein Album geschaffen, welches an die guten alten Zeiten erinnert. Dabei haben sie ihre eigenen, altbewährten Elemente miteingebracht. Leider erzeugen die Songs zeitweise Monotonie, die man wahrscheinlich nur als hart gesottener Fan überhören mag.

„The Manticore And Other Horrors“ unterscheidet sich von den letzten beiden Scheiben „Godspeed on the Devil’s Thunder“ und „Darkly, Darkly, Venus Aversa“, daher dürften Fans, denen ältere Alben gefallen, sich wieder freuen.

Tracklist:

  • 1. The Unveiling of O (Instrumental)
  • 2. The Abhorrent
  • 3. For Your Vulgar Delectation
  • 4. Illicitus
  • 5. Manticore
  • 6. Frost on Her Pillow
  • 7. Huge Onyx Wings Behind Despair
  • 8. Pallid Reflection
  • 9. Siding With the Titans
  • 10. Succumb to This
  • 11. Sinfonia (Instrumental)
Wertung: 8 von 10