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Crystal Tears – Choirs of Immortal

Ich geb´s ja zu, True Metal ist nicht wirklich mein Ding, es gibt kaum Bands die mich da irgendwie begeistern können.


Ausnahme ist da Manowar, die ich ab und an mal höre.

Jetzt aber habe ich einen weiteren Favoriten unter dem Banner True Metal gefunden.

Als ich die CD das erste Mal eingelegt hatte, wollte mir nach den ersten beiden Minuten wenig Neues oder Bahnbrechendes entgegenkommen. Das mittlerweile typische Intro, wie es auf vielen CDs anzufinden ist, spielte sich herunter, ohne dass es mich vom Hocker riss. Ein fließender Übergang war zu vernehmen, das zweite Lied fing an, ich lauschte Gitarrenriffs und Drums, alles nichts Neues eben. Auch der Sound war für mich nicht überwältigend, ganz im Gegenteil irgendwie…Doch dann, als der Gesang einsetzte, dachte ich mir: Wow, was geht denn jetzt ab? Was für eine Stimme. Das allerdings weder im positiven, wie im negativen Sinne, ich fand die Stimme von Frontfrau Natasa Pandreia zuerst ungewöhnlich. Und naja, etwas anderes ist sie eigentlich auch nicht. Nämlich ungewöhnlich gut.Schon im Promozettel stand, dass man alle anderen Frauenstimmen vergessen soll. Und im Angesicht dieser Stimme ist das absolut kein Problem. Die Frontfrau des griechischen Quartetts weiß mit ihrer Stimme zu überzeugen. Sie erinnert teilweise sogar an Bonnie Tyler, die auch mit einer etwas kratzigeren Stimme aufgetreten war.Manchmal fragt man sich sogar, ob da nicht sogar ein Mann singt, doch das eigentlich auch nur, wenn man nicht genau weiß, dass dort eine Frau hinter dem Mikro steht. Die Griechen können aber von Glück reden, dass die Stimme von Frontfrau Natasa so außergewöhnlich klingt. Woran das liegt? Die Produktion ist weniger gut, die Drums klingen eher nach Blechdosen und auch die Gitarren klingen etwas verzerrt. Dadurch werden die Riffs und Soli auch leicht heruntergezogen, daran muss definitiv gearbeitet werden. Entmutigen lassen sollte man sich davon aber nicht, schließlich ist „Choirs of Immortal“ ein Debütalbum, und es haben schon manch andere Größen bei ihren Debütalben mit schlechtem Sound kämpfen müssen.

Der schlechte Sound ändert aber nichts an der Tatsache, dass es auf der CD auch einige gute Lieder gibt. Vor allem „Rock Survivor“, „Master of Deception“ und „Megas Alexandros“ haben es mir auf der Scheibe angetan, und sind meiner Meinung nach definitive Anspieltipps.Was ich aber auch sagen muss ist, dass mich der Refrain von „Let the Arrows Fall“ irgendwie ein wenig an „Hatred in my Soul“ von Primal Fear erinnert.

Weiteres kleines Manko ist wohl die Spieldauer. Es sind zwar 10 Titel vorhanden, aber nach einer guten halben Stunde hat man das Album schon durch. Auch da sehe ich noch Raum für Verbesserungen.Dennoch, trotz eher schlechtem Sound, Crystal Tears wissen meiner Meinung nach mit ihrem Debütalbum zu überzeugen. Nicht zuletzt, weil ihre Frontfrau den schlechten Sound mit ihrer einzigartigen Stimme wieder wettzumachen weiß.

Deshalb gibt es von mir trotzdem 4 verdiente Gitarren.

Wertung: 8 von 10