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Daily Terroristen – Tritt in den Arsch

Nach der Trennung von Daily Terror Sänger Pedder ist 2006 aus der 26 Jahre alten Punklegende Daily Terror die Band Daily Terroristen geworden und weiterhin aktiv.


Wie aktiv sie sein können, das zeigten die 4/5 Daily Terror (Lutz, Uwe, Bratze, Cobi) aus Braunschweig im vergangenen Jahr auf einigen Bühnen und werden das auch auf dem Anfang Februar veröffentlichten Album Tritt in den Arsch tun. 28 Jahre nach der Gründung von Daily Terror sind die vier übrig gebliebenen Terroristen kein bisschen leiser und wehren sich eifrig Punkopas genannt zu werden, auch wenn der Zahn der Zeit nagt, wirkt der Sound weder altbacken noch langweilig.

Feinster aggressiver Punkrock der auf alles und jeden scheißt, aufgenommen im Whiteline Studio Braunschweig und macht Laune, um genau zu sein Bier-, Pogo- und Revolutionslaune. Gewollt dreckig und hart ballert der kurzweilige 15 Songs Tonträger aus den Boxen und wird dem Titel Tritt in den Arsch mehr als gerecht. Der raue, kehlige Gesang… oder das Gegröhle, untermalt die Musik perfekt. Eine andere Stimme wäre gar nicht denkbar. Textlich hört man Vertrautes aus dem Punkgenre, keine Überraschungen, aber auch Gewohntes klingt so, wie diese Braunschweiger es hier rüberbringen, einfach gut. Erfahrung bringt Qualität, das kann man hier gut sagen.

Vom Cover prangt das neue Logo der Band, ein Löwenkopf umrahmt vom Bandnamen in weiß auf schwarzem Grund. Spartanisch aber gut. Dieser Minimalismus gefällt mir.

Wie man merkt bin ich ziemlich beeindruckt vom Comeback der Terroristen nach der Trennung von Pedder. Das fällt einem auch leicht bei so einem ausgezeichneten Album und ich bin geneigt 5 Gitarren zu vergeben. Ich denke, für jeden, der mal wieder echten Punk hören will, der sich für Punk interessiert, ist was dabei. Wer Punk ohnehin nicht hören mag, der sollte es lassen. Ich finde auch nichts, was ich hier auszusetzen haben könnte, sicher eines der besten Alben, die es dieses Jahr geben wird und diese Prognose erlaube ich mir einfach.

5 Gitarren ohne wenn und aber.

Wertung: 10 von 10