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Deacon Street – II

„Die 80er Jahre haben angerufen, sie wollen ihre Musik wieder“ war der erste Satz den mir ein Kumpel entgegenschleuderte als er das Zimmer betrat in dem grad die neue Platte von Deacon Street in der Anlage rotierte.


Und in der Tat könnte ich mir viele der auf der CD enthaltenen Songs als Titeltracks für Serien vorstellen, in denen großbrüstige Frauen irgendwelche Menschen aus dem Wasser ziehen müssen. Dieses All-Star-Projekt von Musikern (u.a. Steve Morse, Marty Friedman, Tony Franklin, uva.) hat sich also der Musikrichtung verschrieben, die neben dem typischen 80´s Metal im Stil von Poison oder Mötley Crüe, als die typische 80er Jahre Musik gilt: dem melodischen Mainstream Rock. Hinten auf meiner Version der CD prangt zwar noch ein Hardrocklogo, aber das würde ich mal glatt als Etikettenschwindel bezeichnen. Musikalische gibt’s hier allseits bekannte, seichte Rockmusik (und zwei Cover: zum einen „Easy as it seems“ von Kiss und zum anderen „Action“ von The Sweet). Hier und da wird mal ein Synthie zur Auflockerung benutzt aber es bleibt was es ist: harmloser, wenn auch handwerklich sehr solider, Mainstream Rock ohne große Höhepunkte, was gerade bei dem Kontingent und Potenzial der Musiker auf dieser Platte sehr schade ist. Und wenn dieses Album schon keine großen Höhepunkte hat, so hat es doch einen Totalausfall über den ich mich genüsslich her machen kann. Und zwar handelt es sich um den Song „I give this promise“. Was soll das denn bitte sein? Hatten die Backstreet Boys noch ´nen Song über und Deacon Street haben ihn aufgekauft? Keine Ahnung, Tatsache ist allerdings, dass dieser Song so süßlich schmalzig und dadurch absolut unerträglich ist, dass man sich fragt, wie gestandene Rocker so etwas zu Stande bringen können. Und dieser Song gibt noch mal so richtig Abzüge bei mir und so bleiben von den ursprünglich von mir vorgesehenen 3 Punkten noch 2,5 über.

Wertung: 5 von 10