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Deathstars & Stoneman

„Gebranntes Kind scheut das Feuer“, wie es so schön heißt. Dennoch sollte ich die Karte lesen, um die ZecheCarl in Essen zu finden. Und, oh Wunder: wir schafften dies sogar, ohne uns zu verfahren..


Die Jungs von Deathstars, die kurze Zeit später ebenfalls sich in das „Bistro“ begaben, um sich dort zu stärken, kamen mir so ganz ohne Schminke schrecklich fremd vor.

Gegen halb betraten wir dann den Club und es war überraschenderweise sehr leer. Lediglich die obligatorischen ersten Reihen waren gefüllt. (an dieser Stelle: Vielen Dank für den mal wieder nicht vorhanden Pressegraben)

Also ließen wir uns zu einem weiteren Bierchen verleiten und warteten gespannt auf die Vorband Stoneman, welche um halb neun die Bühne betraten.

Anfangs stand ich den Jungs aus der Schweiz noch etwas kritisch gegenüber.

Doch sie schlugen uns eine Mischung aus Nine Inch Nails, Fear Factory und etwas Deathstars um die Ohren, so dass sie mich spätestens nach dem dritten Lied hatten. Für mich stand fest: Ihr Album „sex.drugs.murder“ werde ich auf jeden Fall noch erwerben.

Der Sound war allerdings ziemlich bescheiden und auch das Licht war sehr zurückhaltend, genau wie die Zuschauer, bis auf zwei oder drei Köpfe, die sich im Taktbewegten, sah ich nicht sehr viel Bewegung. Leider, denn die Jungs gaben sich meiner Meinung nach wirklich Mühe.

Nach knapp 30 Minuten verließen die Industrial-Goth-Rocker die Bühne, ohne eine Zugabe.

Da ich schon sehr erwartungsfroh war, ging der Umbau, meinem Empfinden nach, sehr langsam voran.

Irgendwann wurde es dann dunkel. Und da waren sie auch schon!

„The last ammunition“ war das erste Lied, das uns die Schweden präsentierten – und überrascht stellte ich fest, dass sich die ersten Reihen sich doch bewegen können. Im weiteren Verlauf waren dann auch die Zuschauer im hinteren Bereich dazu bereit.

Leider blieb es relativ leer, was ich bedauerlich fand. Immerhin hatte ich mit einem ausverkauften Haus gerechnet.

Die Gruppe spielten Stücke wie „Motherzone“, „Blitzkrieg“, „The Revolution Exodus“. Nicht nur die Luft in der Zeche wurde wärmer, auch die Fans wurden mit jedem Lied ein Stückchen lockerer.

Autor: Bericht: Nicole Caspers / Fotos: Jens Silz