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Eat The Gun – Cross Your Fingers

Erstaunlich, nach ihrer starken 7 Track Demo „Kingsize“ hätte ich erwartet, dass das erste Album der vier Münsteraner von Eat The Gun unter einem Label veröffentlicht würde.


Allerdings wurde das Album dann, auch nach 1 ½ Jahren, nur unter dem bandeigenen Label Eattitude Records veröffentlicht. Schade, dass das Interesse an der Band seitens der Label so gering war. Die Jungs präsentieren Hard Rock, der durch metalhaltige sowie punkige Anleihen und einem Schlag in den Sleaze Rock verfeinert wird. Einzuordnen ist das Quartett zwische Guns N’ Roses, Twisted Sister, Mötley Crüe und Ugly Kid Joe. Ihr Rock N’ Roll tritt einem so richtig in den Arsch. Neben Songs zum Mitgrölen werden auch gekonnte Midtempo-Hymnen eingespielt und die Freude der Band an ihrer Arbeit klingt deutlich mit. Fronter Hendrick singt lässig seine Lyrics ins Micro, die Rhythmusfraktion kommt treibend und Simons Gitarrenarbeit präsentiert sich gerade und genau auf den Punkt. Interessant ist, dass alle vier Jungs an den Vocals beteiligt sind, so auch Basser Phil und Drummer Gereon, die ein sehr straightes Zusammenspiel abliefern.

Anspieltipps: „Slaves To Freedom“ (hymnisch getragen), „Get Sleazed“ (sleaze), “Sweet Lorraine” (punkig) und “Black Hearted” (eher ruhig).Einbrüche gibt es auf der Scheibe nicht zu verzeichnen, die knapp 40 Minuten Spielzeit sind also gut ausgenutzt. Die Produktion ist sauber und man hört zu keinem Zeitpunkt raus, das es sich hierbei um eine Eigenproduktion handelt.

Allerdings gibt es auch keine wirklichen Ohrwürmer, so dass man der Scheibe guten Gewissens 3,5 von 5 Gitarren verpassen kann. Wer seinen Rock lieber hart und genau auf die 12 mag, der sollte sich dieses Scheibchen unserer Nachbarn aus Münster zulegen!

Wertung: 7 von 10