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Edgedown – Statues Fall

Immer wieder bringt der Underground teils formidable Kapellen zum Vorschein. So auch im Falle von Edgedown. Die im März 2008 von Sänger Andreas Meixner und den Gitarristen Michael Zebhauser und Mathias Gaßner gegründete Band spielt modernen Heavy Metal und ist nun mi ihrem Debut Album „Statues Fall“ am Start.


Gut Ding will Weile haben. Und so tourten die Jungs aus dem oberbayrischen Freilassing erst einmal als Coverband durch die Lande bevor man sich 2009 mit dem Schreiben eigener Songs befasste. Das erste Demo, welches 2010 entstand, kam bei den Fans gut an und so war es nur eine Frage der Zeit, bevor man das erste eigene Full Length Album aufnehmen würde.

Und das beginnt, nach einem gesprochenen Intro, direkt mit dem Titeltrack „Statues Fall“, in welchem sich die im Intro aufgebaute Spannung wie ein Blitzeinschlag entlädt. Die Gitarren sorgen für einen kraftvollen und fetten Sound-Teppich, auf den sich Meixners Stimme perfekt aufsetzt. Und gerade diese Gitarren-Arrangements sind es auch, die den besonderen Sound dieser Band ausmachen. Dabei kann das Gitarren-Duo Zebhauser und Gaßner ihre Einflüsse wie Iron Maiden oder Metallica sicher nicht leugnen. Die beiden verstehen es aber nicht einfach nur zu kopieren, sondern die Riffs auch mit Seele zu füllen. Zusammen mit einer Rhythmusfraktion, die es versteht auch mal das Tempo raus zu nehmen, und einem in allen Stimmlagen passenden Gesang, ergibt sich so ein schlüssiges Konzept.

Aber nicht nur fette Power Metal Songs hat die Band zu bieten. „Shot in the Dark“ klingt in den Strophen schon fast thrashig und mit „Wasting Time“ hat man auch eine schöne Ballade dabei. Rockig wird es dann in „Live together or die alone“, für welches Edgedown den Serenity Fronter Georg Neuhauser als Gastsänger gewinnen konnte. Neben fetten Akkorden und einer Klasse Lead-guitar, überzeugt dieser Song vor allem durch das herzergreifende Gesangs-Duett von Neuhauser und Meixner im Refrain. Bei „No ones Prey“ und „Fate“ wird dann noch einmal ein wenig aufs Gaspedal gedrückt, sodass sich beim Hörer unweigerlich der Kopfnicker-Modus einstellt. Mit der stimmungsvollen Ballade „Flames“ schließt das Album dann ab.

Edgedown beweisen auf „Statues Fall“, dass es durchaus möglich ist, auch ohne Kitsch und viel Geschnörkel ein gutes Power Metal Album zu produzieren. Die Songs gehen leicht ins Ohr, sind abwechslungsreich und lassen den Hörer nicht still sitzen. Hier wurde tatsächlich viel Herzblut in das Album gesteckt. Sicherlich kann man noch ein wenig an der doch etwas eintönigen Produktion arbeiten. Auch der ein oder andere Chor mehr hätte es ruhig sein können. Dadurch wären die Songs noch abwechslungsreicher und vielfältiger geworden. Für ein Debut ist das aber Kritik auf hohem Niveau. Power Metal Fans sollten hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.

Tracklist:

  • 01. Intro
  • 02. Statues Fall
  • 03. In a Dream
  • 04. Rising
  • 05. Shot in the Dark
  • 06. Wasting Time
  • 07. Live Together or Die Alone
  • 08. No Ones Prey
  • 09. Fate
  • 10. Flames
Wertung: 8 von 10