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Empire – Chasing Shadows

Wenn sich Mike Terrana von Axel Rudi Pell, Dogie White von Yngwie Malmsteen und Neil Murray, der früher bei Black Sabbat tätig war, mit Rolf Munke zusammen tun, dann ist die Erwartungshaltung extrem hoch.


Aber was sollte da auch schief gehen? Hört man dieses Line Up, dann weiß man gleich, dass es sich um ein tolles Album handeln sollte… Und genau da ist das Problem. Es sollte sich tatsächlich um ein tolles Album handeln, aber bei Empires „Chasing Shadows“ ist irgendetwas schief gelaufen. Und das, obwohl Munke zuvor mit verschiedenen anderen Musikern schon drei Alben aufgenommen hatte und tatsächlich viele internationale und positive Kritiken bekommen hat. Aber was ist plötzlich anders? Da ich die Vorgänger nicht kenne, kann ich diese Frage nicht ausreichend beantworten, aber wenn man die Scheibe ab und zu durch den CD-Player jagt, dann stellt sich schnell heraus: Irgendwie fehlt da was. Und das ist Energie und ein gewisser Anteil an Power, der hier, bis auf einige wenige Ansätze, absolut auf der Strecke geblieben ist. Hier soll nicht die Behauptung aufgestellt werden, die Musiker, die hier mitwirken hätten etwas gänzlich falsch gemacht, denn das kann man nicht behaupten. Es gibt ordentliche Riffs, gute Drums und einen überzeugenden Bass. Aber wo ist die Härte? Wo bleiben Einsatz und Spielfreude? Hier findet man ein Konzept, das durchzogen ist von einem langsamen Spiel und nicht ansprechender Vortragsweise von einem sonst guten Sänger. Es bleibt ein Gefühl restloser Enttäuschung. Es bleibt das Gefühl nicht satt zu sein. Bis auf die hohe Qualität wurde hier nichts richtig gemacht. Aber die bringt immerhin noch 2,5 Gitarren. Hoffentlich gibt’s nächstes Mal was Überzeugenderes.

Wertung: 5 von 10