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Equilibrium – Turis Fratyr

Zu dem ersten Lied „Turis Fratyr“ muss nicht viel gesagt werden. Dieses hätte genauso gut als Intro an den Anfang des zweiten Liedes gestellt werden können.


Mit dem zweiten Lied „Wingthors Hammer“ geht das Geballer auch direkt los, schnelle Gitarren und Maschinengewehr-Double-Bass-Drumming. Im Hintergrund sind Folkelemente zu hören, welche das Ganze noch interessanter machen. Das dritte Stück „Unter der Eiche“ fängt ruhig an und geht dann auf; auch hier harmoniert der Metal gut mit dem Folk. Am Ende geht es noch mal rund und das Lied lädt zum Moshen ein. „Der Sturm“ wird seinem Namen gerecht und setzt das fort, womit „Unter der Eiche“ endete. Man bekommt Lust, bei diesem Lied im Moshpit zu stehen, dort die Sau rauszulassen oder headbangend auf einem Konzert von Equilibrium zu sein. Zudem enthält das Lied ein echt gutes Gitarrensolo, welches sich gut einfügt.„Widars Hallen“ unterscheidet sich am Anfang nicht großartig von den beiden vorherigen, doch singt am Ende ein Chor bzw. eine einzige Frau. In einer Sage würde es so ähnlich beschrieben werden: Wir wanderten durch den Wald und auf einmal erreichten göttliche Klänge, die aus dem Mund einer Fee stammen mussten, unser Ohr. Als nächstes ist „Met“ an der Reihe, es ist ein typisches Sauflied, da es auch vom Alkohol selbst handelt. Es ist einfach eine Hymne an den Met und für mich der beste Track der Schreibe. „Heimdalls Ruf“ könnte auch auf eine dieser “Entspannung CDs“ gepresst werden. Es ist ein ruhiges Instrumental und klingt, als würde man auf einer Wiese im Wald liegen und den Klängen des Waldes lauschen. „Die Prophezeiung“ ist ein am Anfang langsameres Lied, doch es ist noch lange nicht als “weich“ zu bezeichnen. Ungefähr in der Mitte wird es dann schneller, was die meisten Metaller freuen dürfte, da sie dann ihre BPM (bangs per minute) Zahl erhöhen können. Doch nimmt die Geschwindigkeit am Ende wieder ab. „Nordheim“ sticht nicht besonders heraus. Es gibt eigentlich nichts, was man beschreiben müsste. Trotzdem fügt sich das Lied gut in das Gersamtkonzept ein. „Im Fackelschein“ klingt für mich wie ein Outro zu „Nordheim“, es ist ein Instrumental mit einem Feuergeknister im Hintergrund. Es bringt allerdings ein wenig Abwechslung in die Platte. Die „Tote Heldensage“ wird hoffentlich wiederbelebt, denn zum sterben ist dieses Lied eindeutig zu schade. Es ist eins der schnellsten Lieder der Platte. Bei den Vocals wurde gut überlegt an welcher Stelle die tieferen, death-artigen benutzt werden und an welchen die höheren.Das Album klingt mit einem weiteren Instrumental aus, welches den Namen „Wald der Freiheit“ trägt. b>Fazit: Freunde des Metals sollten diese Scheibe mindestens einmal gehört haben, denn diese CD ist wirklich erste Sahne. Bei vielen Liedern bangt man ohne nachzudenken, es überfällt einen einfach. Die instrumental gehaltenen Stücke frischen das ganze ein wenig auf und bieten Abwechslung.

So lasset uns die Hörner und Humpen heben auf dieses Werk von Equilibrium.

Wertung: 9 von 10