MENU
Home » CD Reviews OM » Extreme Noise Terror – Being and Nothing

Extreme Noise Terror – Being and Nothing

Die Reviews von Extreme Noise Terror werden wohl noch jahrzehntelang mit einer Geschichtsstunde über den britischen Krach-Underground aus den Anfangstagen des Grindcore beginnen.


Das verwundert aber auch nicht, denn schließlich werden sie sowohl bei „Napalm Deaths“ als auch bei „Carcass“ Frühwerken als wichtiger Einfluss genannt. Trotz der Verehrung dieser Legenden konnten ENT aber nie ein größeres Publikum erreichen, was wahrscheinlich daran liegt, dass es sich hier erst um das vierte Full-Length seit der Bandgründung 1986 handelt. Erstaunlicherweise scheinen ENT die Bandgeschichten ihrer Landsleute nachahmen zu wollen, denn während die beiden ersten Alben reine Crust/Grind-Granaten sind, wandeln Sie sich seit dem 1997 erschienenen Damage 381 zum leicht technischen Death Metal mit Grindeinflüssen.

Und zwar recht erfolgreich.

Hinter dem fast philosophisch wirkenden Albumtitel verbirgt sich politisch angehauchter Death der Marke „Blood Red Throne“, der durch einige Blastriffs und den typischen Grind-Wechselgesang eine eigene Note bekommt. Melodien sucht man aber vergeblich, wenn man mal von Flageoletts und gelegentlichen Quitschsolos absieht. Deswegen sollte man ENT jedoch nicht als stümperhaften Krach vorverurteilen, denn technisch kann die Scheibe locker mit Bands, wie den bereits genannten „Blood Red Throne“, mithalten.

Mein persönliches Highlight auf „Being And Nothing“ bildet das recht fixe „No Longer As Slaves“, das durch einen bangkompatiblen Midtempopart aufgelockert wird. Im Allgemeinen fällt es schwer, bei ENT den Nacken stillzuhalten und dank der gelungenen Produktion ist das auch kaum zu überhören.

Als Fazit bleibt eigentlich nur zur sagen, dass <>Extreme Noise Terror völlig zu Unrecht nicht in einem Atemzug mit den schon erwähnten britischen Szenegrößen genannt werden. Ein absoluter Pflichtkauf für Death/Grind Fans!

Anspieltipps:

– No Longer As Slaves

– One Truth One Hate

– Through Mayhem

Wertung: 9 von 10