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Five Minutes Hate – Explanation to failure

Five Minutes Hate – Explanation to failureUm es gleich vorweg zu nehmen: Für eine wirklich konstruktive Rezension des vorliegenden Albums bin ich wahrscheinlich die falsche Person, da Metalcore einfach nicht mein Ding ist und sich auch unter den Kollegen keiner findet, der sich für eine Rezi bereit erklärt hätte. Trotzdem versuch ich mich mal an einer einigermaßen objektiven Beschreibung des vorliegenden Debuts der Italiener FIVE MINUTES HATE, in der Hoffnung, dass genre-affinere Metalheads dieser „Ersatzrezi“ vielleicht etwas abgewinnen können. Denn verdient hat dieses Album einen Verriss keinesfalls.

Knappe 38 Minuten lang ist dieses Debut des Quintetts, dass sich einer Mischung aus melodischem Death Metal und Metalcore verschrieben hat. Die oft zweistimmigen Gitarren und über weite Strecken die Drums decken, zugegeben auch sehr gelungen, den Death Metal Teil ab. Aber dieser Screamo-Gesang und der poppige Bass erzeugen recht schnell die für mich leider etwas unschöne Vorstellung von großen Ohrlöchern, Baseball-Kappen und verschwitzten Geilo-Stylo-Frisuren auf einem amerikanischen Skateboardplatz. Der Sound ist aber immerhin fett und klar, auch spielerisch macht den Jungs sicher niemand etwas vor. Auch an Abwechslung mangelts zu keinem Zeitpunkt, meist gibt’s nette Uff-Ta-Uff-Ta Takte schwedischer Prägung, dann und wann irrsinnige Breaks, die aber für einen Circle-Pit (oder wie man das dann nennt) zeitlich einfach zu kurz sein dürften. Die vielen Tempowechsel machen „Explanation to failure“ allerdings musikalisch durchaus sehr interessant, wenn nur dieser Gockel nicht ständig alles zusammenkrähen würde. Als Anspieltipp würde ich das sogar atmosphärische, weil mit akustischen Gitarren und Keyboardpassagen begleitete „Cen Anahuac“, oder auch das mit ultrageilen Riffs beladene „Bowels Of Eternal Damnation“ erwähnen.

Fazit: Hohes musikalisches Potenzial, leider aber auf einer Schiene, die mir nicht so viel gibt. Metalcore-Fans sollten aber ein Ohr riskieren, es kommt auch in einem mit geilem Coverartwork aufgemachten DIGIPAK daher.

 

1. Change Your Life 03:42
2. Past, This Stranger 03:33
3. After the Storm 03:55
4. Bad Memory 03:22
5. Cem Anahuac 04:40
6. Panic in Your Eyes 03:51
7. Coward 03:08
8. Bowels of Eternal Damnation 03:41
9. Damnatio Memoriae 03:30
10. Devastation 03:49
Gesamt: 37:11

 

Wertung: 7.5 von 10