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Harlots – Betrayer

Autsch! Dies müsste das erste Wort sein, wenn man sich die neueste Scheibe „Betrayer“ von Harlots zu Gemüte führt. Denn wie auch die Labelkollegen von War from a Harlots Mouth haben sich Harlots komplett dem schwer verdaulichen, metallischen Klängen zugewandt.


Und was die Jungs hier vom Stapel lassen lässt einem schon mal die Kinnlade runterklappen. Härter und brutaler als die Labelkollegen gehen sie allemal an die Sache ran. Die Songs sind immer sehr technisch und mit „Dried Up Goliathan“ hat man einen melodisch melancholischen Song auf dem Album verewigt, welcher in Tiefe und Stimmung fast schon an Tool herankommen könnte. Und mit seinen 8:26 Minuten ist er ebenfalls der längste richtige Song (das Outro „Suicide Melodie“ nicht einbezogen).Es ist erfrischend schön, wenn die Band einfach mal von Null auf Hundert innerhalb von wenigen Sekunden startet und einen den Glauben an gut gemachten Mathcore zurückgibt. Denn so muss Mathcore klingen, immer in seinen Elementen, schön technisch gespielt und mit leichten Ausreißern in grindige Gefilde.Die Band versucht keine unnötigen Melodien in ihre Songs einzubauen, damit diese in irgendeiner Weise Ohrwurmcharakter bekommen, sondern vielmehr schaffen sie eine unglaublich intensive Klangwelt. Der Sänger setzt zwar keine neuen Maßstäbe, passt aber hervorragend zum chaotischen Rest der Band. Und neben Bands wie Ion Dissonance und Dispised Icon brauchen sich Harlots schon lange nicht mehr zu verstecken. Man kann also nur hoffen, dass uns die Jungs bald eine Live-Kostprobe ihres Könnens unter Beweis stellen.

Fazit: Sehr intensives, komplexes Album für den Liebhaber der schwierigen Alben.

Wertung: 8 von 10