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Heartcry – Lightmaker

Göttlicher Glaube in teuflisch gutem Hardrock, so kann man wohl auch die aktuelle Heartcry-Platte „Lightmaker“ beschreiben.

Meines Erachtens eine interessante Leistung, wenn man beachtet, dass die Band um 1990 als eine Pop-Rock-Kapelle startete.


Und es geht auch gleich feurig los mit „Battleground“, dem ersten Stück der CD. Dampframmenartig gräbt es sich in den Gehörgang, dem Hörer keine Chance lassend, sich auf das kommende Vorzubereiten. „Burn Out“, der zweite Track gehört eher zur Kategorie groovig. Man erkennt schon, dass „Deep Purple“ in allen Schaffensphasen der Band als musikalisches Vorbild dient. Mit „Runaway Train“ folgt wieder ein etwas schnelleres Stück.

Allgemein hält sich auf diesem Album Geschwindigkeit und Groove die Waage. Der vierte Titel kann vor allem durch schöne Orgelharmonien im Refrain begeistern. Und so geht es denn weiter, schnell gefolgt von mächtig. Für Abwechslung im musikalischen Bereich ist also gesorgt.

Kommen wir nun zum textlichen Teil. Die Lyrics sind wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack, drehen sie sich doch ausschließlich um christliche Themen. Da wird sich auf der einen Seite in Glaubenskriegen bekämpft („Battleground“), auf der anderen Seite wird sich brav als neuer Heiland ausgegeben („Lightmaker“) und wieder an anderer Stelle kommt das Thema Gerechtigkeit in Form „die Letzten werden die Ersten sein“, oder umgekehrt, zur Sprache („Justice“).

Das ganze wird aber nicht ohne ein zwinkerndes Auge der Selbstironie dargeboten (zumindest hoffe ich das), wenn man mal Ausdrücke wie „I got the sword of love“ als Beispiel herantragen darf.

Kleine Anmerkung zum Schluss: Auf der Homepage der Band bekommt man zwei Bonustracks zum Gratisdownload, die explizit nur dort erhältlich sind.

Fazit: Musikalisch einwandfreier Hardrock á la „Deep Purple“ oder „Uriah Heep“, gepaart mit ein paar mitreißenden Gitarrensoli nach „Judas-Priest“-Art. Textlich für Gläubige, oder jene, die sich nicht daran stören.

Wertung: 8 von 10