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Holy Moses – Redefined Mayhem

Das neuste Machwerk der Thrash-Veteranen Holy Moses ist auf dem Markt und – so viel sei gesagt – die eingefleischten Fans dürfen beruhigt sein. Sie bekommen die gewohnte Schlachtplatte um die Ohren gehauen – und das, ohne viel Schnickschnack und in guter Qualität. Dennoch gibt es es einige Neuheiten. Alt Bewährtes trifft auf neuen Sound. Zeit, „Redefined Mayhem“ genauer unter die Lupe zu nehmen.


Nach dem 2008er Album „Agony of Death“ und der 30–jährigen Best-of Geburtstagsscheibe „In the Power of Now“ ist es still geworden um Holy Moses. Das Besetzungskarusell hatte sich bereits 2012 gedreht und brachte mit Peter Geltat einen neuen Gitarrero hervor. Sängerin Sabina Classen, ihres Zeichens staatlich anerkannte Psychotherapeutin, die man bis vor kurzem noch in „Das Messie-Team“ und bei „Teenager in Not“ live im TV sehen konnte, hat sich zum Glück nicht von der Musik getrennt und ist zumindest ihrer Stimme treu geblieben.

Die Stärken des neuen Werkes sind schnell aufgezählt. Der neue Silberling „Redefined Mayhem“ liefert neben dem obligatorischen Thrash-Geballer mit dem unvergleichlichen furienhaften Gesang der Frau Classen einen leicht proggig angehauchten Sound. Auf dem von Tue Madsen in Dänemark gemixten und gemasterten Album sucht man also Beständigkeit und findet sie auch.

Zu den Stärken des Albums gehören sicherlich auch Mitsing-Stücke wie „Hellhound“ und „Undead Dogs“, die nicht nur textlich, sondern auch songtechnisch ganz in die Linie der Aachener Truppe passen. Textlich bezieht sich die Band in den meisten Songs auf die Abgründe der menschlichen Psyche, wozu auch Depressionen und Hass, sowie der Kannibalismus in „Whet The Knife“ gehören.

In der Gitarrenarbeit zeigt sich, dass Holy Moses einen Schritt in die richtige Richtung unternommen haben. Neben Black Metal-Anleihen finden sich core-artige Riffs und eingängige Refrains. Kurzum: Nicht alles, was das Herz des Otto-Normal-Thrashers begehrt. Ein wenig moderner darf es heutzutage schon sein.

Neu ist, dass der heilige Moses es als Namensgeber der Band nun auch auf das Cover geschafft hat. Das Artwork erscheint hierbei allerdings etwas außergewöhnlich in der Ausführung.

Alles in allem bietet „Redefined Mayhem“ kein neues Old-School-Thrash-Album. Dennoch kann die Kapelle zeigen, dass sie auch nach 34 Jahren Bandgeschichte noch mit den Jungen mithalten kann und um ihre Stärken weiß. Die Band bleibt sich treu und wagt ein paar Neuerungen, die der räudigen, alten Holy Moses-Stimmung allerdings keinen Abbruch tun.

Tracklist:

  • 01. Hellhound
  • 02. Triggered
  • 03. Undead Dogs
  • 04. Into The Dark
  • 05. Sacred Sorrows
  • 06. Process Of Projection
  • 07. Fading Realities
  • 08. Liars
  • 09. Redemption Of The Shattered
  • 10. Whet The Knife
  • 11. Delusion
  • 12. One Step Ahead Of Death
  • 13. This Dirt
Wertung: 7 von 10