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I – Between two worlds

I, Abbath, Armagedda, Demonaz, wie warf man denn das jetzt verstehen?! Das klingt doch glatt nach I wie Immortal! Nein, das kann es nicht sein, die haben sich doch getrennt.


Und gerade zu dem Zeitpunkt, als immer wieder Gerüchte über eine Neugründung Immortals die Metalwelt aufhorchen lassen, bekommt man so was vor die Füße gelegt! Also ab damit auf den Plattenspieler und hoffen, beten (nein lieber nicht!), dass es sich musikalisch um eine Immortal-Kopie handelt. Leider nein, aber dafür trotzdem eine exzellente Scheibe mit einer noch exzellenteren Besetzung. Abbath am Gesang, Armagedda an den Drums und Demonaz, dem man die Lyrics anrechnen kann. Noch dazu Ice Dale von Enslaved an der Gitarre und Meister TC King von Gorgoroth am 5-Seiter. Das kann schon gar nicht schlecht werden, und das ist es auch nicht. Jedoch täuscht man sich, wenn man die Platte das erste Mal hört, nicht so richtig Black Metal und auch nicht so richtig Rock´n´Roll. Irgendwas dazwischen. Letzterer Einfluss erinnert bei Songs wie „The Storm I Ride“ stark an Motörhead, jedoch mit diesem Touch Black Metal. Genau so erinnert beispielsweise „Cursed We Are“ eher an Black Metal als an alles andere, zwar nicht allzu Brutal und durchdringend wie der ein oder andere sich einen wahren Black Metal Song vorstellt, aber der Ansatz ist da.Eben diese Unterschiede in der stilistischen Einordnung ziehen sich durch das ganze Album, wobei der Erste bereits angesprochene Song „The Storm I Ride“ vielleicht sogar zu Rock´n´Roll´ lastig ist, um diesen als Opener zu verwenden, jedoch hätte selbiger anderswo auch nicht hingepasst. So hätte jede andere Stelle im Album einen Zwiespalt verursacht, also lieber an den Anfang.Nichtsdestotrotz sind die Songs allesamt auf einem sehr hohen musikalischen Niveau geschrieben. Jeder Song für sich hat ein unverwechselbares Konstrukt mit ebenso gut ausgesuchten und vor allem anspruchsvollen Gitarrenriffs. Der Teil von TC King kommt leider lediglich begleitend zum Zuge. Keinerlei hervorzuhebende Stellen, die einen unweigerlich aufhorchen lassen würden, eher still und harmonisch, als schnell und ausgefeilt. Ebenso das Drumming von Armagedda. Zwar gibt es hier ein paar Stellen an denen man auf das Schlagzeug aufmerksam wird, im Großen und Ganzen aber genau wir der Bass eher begleitend und zurückhaltend. Nicht das das schlecht ist, aber die ein oder andere Stelle mit technischen Raffinessen wäre schön gewesen – hier leider Fehlanzeige. Als letztes wären der Gesang von Abbath und die damit verbundenen Texte von Demonaz zu erwähnen. Krächzend, aber nicht zu rau passt Abbath´s Stimme wohl mehr als genau auf diese Art von Musik. Ebenso die Texte, welche von Demonaz beigesteuert werden.Alles in Allem gebe ich diesem Album drei von fünf Punkten, da mich die Art und Weise der Songs durchaus fasziniert, jedoch hier und da die ein oder andere Stelle hervorgehoben werden könnte. Wie schon zuvor erwähnt kann man diese Art von Musik nicht in eine Stilrichtung packen, da alle Songs eine ganze Bandbreite von stilistischen Mitteln abdecken. Gerade dieses ist mit Sicherheit einer der Vorteile dieses Albums, da nicht nur eingefleischte Schwarzmetaller, sondern auch Rock´n´Roll Anhänger durchaus gefallen daran finden werden.

Wertung: 6 von 10