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Inborn Suffering – Wordless Hope

Was Inborn Suffering hier als ihr Debütalbum verkaufen ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Bereits in dieser ersten Veröffentlichung der fünf Franzosen liefern sie uns eine nicht zu verachtende Palette an qualitativen Doom Metal Songs.


Insgesamt ist „Wordless Hope“ eher melodisch und sehr gefühlvoll gehalten. Mit überwiegend schleppenden und sehr tief dringenden, aber abwechslungsreichen Riffs wird genau die passende Dosis Doom Metal rübergebracht. Genau diese Beschreibung trifft auf den ersten Song „This is who we are“ perfekt zu. Der knapp 12 Minuten lange Track wirkt durch sein langsam ansteigendes Tempo und die mit der Länge zunehmende Vielfalt sehr gut als Opener des Albums. Wo hier noch einige Elemente mehr aus dem epischen und melodischen Metal zu finden sind, haben Songs wie “Inborn Suffering“ nicht diese Fülle sondern bestechen eher durch reinen Doom Metal Sound. Zwischen diesen beiden Richtungen ordnen sich die restlichen Songs sehr gut ein, so dass man keine geradlinige Stilrichtung findet, und somit auch nicht zu eintönige Songs zu hören bekommt. Der dritte Song von Wordless Hope spiegelt diese Mischung meiner Meinung nach recht gut wieder. Reine Doom Metal-lastige Parts wechseln harmonisch mit eher melodischeren Stellen die unter anderem auch mit kurzen akustischen Parts abgedeckt werden. Letztere werden in den ein oder anderen Songs auch mit Streichern, Pianos und einer äußerst nett klingenden weiblichen Stimme unterlegt und bekommen dadurch genau die richtige Fülle. Ergänzt wird diese Masse durch Kleinigkeiten wie die an Schreie erinnernden Gitarrensoli in „Monolith“ und „Inborn Suffering“, sowie den erwähnten weiblichen Gesang in „Thorn Of Deceit“. Letzterer beinhaltet die ein oder andere Stelle, an der man doch zunehmend in eine Black Metal anmutende Atmosphäre getaucht wird, die abermals durch Piano bzw. Keyboard Parts abgerundet wird.Der letzte Song “The affliction corridor” ist rein akustisch gehalten und hat gleich noch ein Paar Kniffe wie z.B. das überaus harmonische Zusammenspiel von Gitarre und Piano so wie den Einsatz von Flöten und Streichern im Petto, so das dieser die perfekte Abrundung des gesamten Albums ist.Gerade durch solche kleinen Abstecher, die jedoch nicht gleich die ganze Harmonie der unterschiedlichen Songs durcheinander werfen, schaffen es Inborn Suffering durchaus, ihr gesamtes Können zu beweisen. Zwar meine ich an der ein oder anderen Stelle kleine Fehler oder nicht ganz stimmige Bereiche in der Aufnahme zu hören, jedoch ist dies noch lange kein Grund, diese Platte durchweg zu zerreißen. Lange Rede, kurzer Sinn: Diese Scheibe ist wirklich zu empfehlen, jedoch muss man sich erst in die neue Welt von Inborn Suffering reinhören, um diese komplett zu verstehen.

Wertung: 7 von 10