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Insania & ChtoniC & Ensiferum

Ensiferum auf Tour sollte man sich nicht entgehen lassen, und so war auch kein Wunder, dass der Bastard Club trotz des Termins an einem Dienstag ungewöhnlich gut gefüllt war..

Als erste Band des Abends betraten die Stockholmer Power Metaller Insania die Bühnenbretter.Mit toller Gitarrenarbeit und einem Gesang, der einem, leider nicht im positiven Sinne, Gänsehaut bescherte, zogen die fünf sympathisch wirkenden Schweden ihren halbstündigen Auftritt durch und das Publikum ging mit.

Überall sah man wirbelnde Haare und bei den Klatsch-Parts wurde artig mitgemacht. Man versuchte sich auch im Stagacting, aber aufgrund des doch sehr begrenzten Raumes auf der Bühne blieb es bei den Versuchen. Trotz leichter Soundprobleme und des viel zu leisen Keyboards war dies ein toller Auftritt, wenn auch in der Umbaupause vor allem über den Gesang gelacht wurde.

Nach eben dieser Pause entführte man den Zuschauer nicht nur musikalisch ans andere Ende der Welt. ChthoniC (Ja, das muss so geschrieben werden) aus Taiwan betraten die Bühne. Die Band war ausgestattet mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang, Keyboard und einer Er-Hu, einer chinesischen Violine mit zwei Saiten, die zusammen einen sehr interessanten Mix aus melodischem Black Metal und taiwanesischem Folk ergaben.

Dimmu Borgirmeets Cradle Of Filth auf asiatisch möchte man denken, und im Großen und Ganzen mag das stimmen. Allerdings geben vor allem die asiatische Melodieführung und die bereits erwähnte Er-Hu dem Ganzen ein sehr individuelle Note. Die mir und den meisten der ca. 200 Anwesenden vor dem Auftritt unbekannte Band wusste zu überzeugen und heizte ordentlich ein, einige Anwesende ließen sich sogar zum Pogen hinreißen.

Obwohl es auf der Bühne noch enger als bei Insania war, ließ die Bewegung nicht zu wünschen übrig.

Lediglich der Er-Hu-Spieler stand während seiner Spielpausen regungslos da, wurde aber wesentlich aktiver, sobald sein Einsatz kam. Insgesamt ein toller Auftritt, bei dem die Band sicher den einen oder anderen Fan dazugewonnen und unter anderem auch mich neugierig auf mehr gemacht hat. Kein Wunder, dass ChthoniC als eine der besten Metal-Bands Asiens gelten, weiter so!

Nun folgte, worauf alle gewartet hatten: Der Headliner Ensiferum stürmte die Bühne und der Raum davor verwandelte sich in ein Meer aus wirbelnden Haaren. Auch die Herren und die Dame auf der Bühne ließen sich nicht lumpen und schüttelten ihre Matten, mal abgesehen vom Drummer. Geschminkt hatte man sich ebenfalls, allerdings beschränkte man sich auf einige Striche unter den Augen, wohingegen Drummer Janne Parviainen Corpsepaint aufgetragen hatte.

Mit Songs ihrer bisher drei Alben und der „Dragonheads“-EP wurde das Set bestritten, dass aus älteren Songs wie „Token of Time“ und einigen Stücken des neuesten Albums „Victory Songs“ wie „ „Deathbringer From The Sky“, „One More Magic Potion“ und „Victory Song“ bestand.

Bei den älteren Songs fiel auf, dass Petri Lindroos diese, obwohl er sein Bestes tat, leider nicht annähernd so wie sein Vorgänger Jari Mäenpää herüberbringen konnte, was aber auch wohl am Sound lag. Komischerweise wurde dieser bei den neueren Stücken gleich viel weniger matschig, vor allem die Klargesänge waren deutlich besser zu hören. Lediglich das Keyboard war die meiste Zeit nicht annähernd zu vernehmen.

Das störte allerdings nur die wenigsten, denn seinen Spaß hatte das Publikum ebenso wie die Band, die zwischen den Songs Gassenhauer wie „Breaking The Law“ und „Enter Sandman“ anspielte, was die Stimmung nur noch verbesserte.

Nach 16 Stücken war dann leider Schluss und die Fans verließen die Location in Richtung Heimat. Schließlich musste man am nächsten Tag arbeiten.

Setlist Insania:

01 Intro

02 Falling

03 Hope

04 Valley Of Sunlight

05 Gift Of Life

06 Times Of Entry

07 Land Of The Wintersun

Setlist ChthoniC:

N/A

Setlist Ensiferum:

01 Blood Is The Price Of Glory

02 Deathbringer From The Sky

03 Token Of Time

04 Into Battle

05 Athi

06 One More Magic Potion

07 Fisnnish Medley

08 Old Man

09 Wanderer

10 Iron

11 Little Dreamer

12 The New Dawn

13 Victory Song

14 Treacherous Gods

15 Tale Of Revenge

16 Guardians Of Fate