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Jon Øystein Flink – Ficken und Sterben

Ficken und Sterben – zwei Dinge, die unumstößlich mit dem Menschen verbunden sind.


Auf etwas mehr als 100 Seiten beschreibt der norwegische Autor Jon Øystein Flink den Selbstmordversuch des Ich-Erzählers, sowie seine Erlebnisse in der Familien- und Frauenwelt. Ficken und Sterben sind somit die zentralen Themen des kurzen Buchs. Zudem wird der Blick auch auf die Stadt Oslo gelenkt, auf ihre Bewohner, Straßen, Augenblicke.

„Ficken und Sterben“ ist kein Meisterwerk. Langweilige Satzstruktur, kaum Inhalt. Dennoch hat die vielfach ausgezeichnete Übersetzerin Gabriele Haefs sich des Werks angenommen. Doch das reißt das Ruder nicht herum. Die Ich-fick-mir-die-Birne-weg-Stimmung, resultierend aus dem abgebrochenen Selbstmordversuch, durchzieht Seite für Seite. Hass auf alles und jeden. Natürlich wird auch der Black Metal erwähnt. Oslo ohne Helvete, das geht anscheinend nicht mehr. Konträre Aussagen des Protagonisten prallen aufeinander, münden sogar in Rassismus. Da heißt es nämlich auf Seite 35, dass die größte Schandtat der Nazis gewesen wäre, den Opa der Verlobten des Ich-Erzählers nicht vergast zu haben. Wenig später wird eben jener Familie Rassismus vorgeworfen.

Ein Buch über stupide Themen, ohne wirkliche Handlung. Hauptsache, auf jeder Seite steht wenigstens zweimal das Wort „ficken“.

Wertung: 2 von 10