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Lifeless – Godconstruct

Und ein weiterer Geniestreich aus dem Hause F.D.A. Lifeless aus Dortmund haben sich traditionellen Death Metal auf die Fahne geschrieben und in diese Einstellung setzt das Quartett mehr als überzeugend um: Mit der zweiten Langrille „Godconstruct“ setzen Lifeless dem Old-School Death Metal ein Denkmal, das in keinster Weise den Vergleich zu den legendären Dismember oder den mächtigen Grave scheuen muss.


Große Ereignisse warfen ihre Schatten bereits mit der Veröffentlichung der 7″ Split „Chapel Of A Lifeless Cult“ voraus, die die Dortmunder mit ihren Labelkollegen von Chapel Of Disease vergangenes Jahr im Sommer veröffentlicht haben. Der Titeltrack „Godconstruct“ machte mächtig Hunger auf mehr.

Nun, knapp ein halbes Jahr später, steht das Album in den Startlöchern und dieses ist ein wahres Meisterwerk geworden. Angefangen vom großartig-düsteren Artwork bis zur letzten Note ist „Godconstruct“ ein Fest für Death Metal-Fanatiker.

Die Platte beginnt mit einem sakralen Intro, um anschließend mit dem bereits von der Split bekannten Titeltrack einen Sturm loszubrechen. Nach einem schweren Riff mit passendem Solo geht das Mid-Tempo in ein rasantes Stück Todesmetall über, das direkt in den Nacken geht. Die fiesen Vocals von Marc Niederhagemann tun ihr Übriges und machen den Opener bereits zum ersten Highlight der kommenden 50 Minuten. Beim folgenden „Towards Domination“ wird das Tempo noch ein wenig angezogen und treibende Drums und schnelle Gitarren prügeln den Track nach vorne. In diesem Stil donnern Lifeless auch durch das Stück „Moribound“, das im Refrain von melodischen Hooklines zu einem stampfenden Nackenbrecher und zurück wechselt. Ein schaurig-schönes Sample rundet den Track zum Ende hin ab. Der Song „Blood For The Gods“ stellt das nächste Highlight von „Godconstruct“ dar. Extrem groovendes Riffing und geniale Drums sorgen für massive Nackenbeanspruchung. Ein großartiger Death Metal-Song. Auf halber Strecke lockert ein aus Samples und cleaner Gitarre bestehendes Zwischenspiel das Album etwas auf. Diese Pause wärt allerdings nur kurz und geht direkt in das Stück „Seething With Rage“ über, bei dem Lifeless wieder voll aufs Gas treten. Nach einem kurzen melodischen Eingang steigt das Tempo wieder stark an und man prügelt sich auf gewohnt hohem Niveau durch den Song. Das nächste Highlight lässt auch nicht lange auf sich warten: Mit der absoluten Death Metal-Hymne „Sworn To Death“ sorgen die Dortmunder nicht nur für kreisende Matten, sondern mit Sicherheit auch für schallendes Gegröle. Beide Daumen gehen bei diesem absoluten Nackenbrecher ganz weit nach oben. Nahtlos folgt der nächste Titel „Reconquering The Soul“, der wieder eine Schüppe mehr in Sachen Geschwindigkeit abbekommen hat. Die Zielgerade wird zum Schluss mit „Blindead“, das erneut ein paar Melodieanteile aufweist, und dem rasanten Rausschmeisser „Perdition Of The Whore“ umgepflügt. Nach knapp einer Stunde ist das Spektakel vorbei und ich konnte es kaum erwarten die Play-Taste erneut zu betätigen, um diese Scheibe noch einmal von vorne bis hinten zu genießen.

Nach der Veröffentlichung des Debüts von Chapel Of Disease war ich mehr als neugierig auf das Machwerk der Split-Kollegen Lifeless. Das längere Warten hat sich nun mehr als gelohnt und die Dortmunder haben einen ultimativen Klumpen Todesblei geschaffen. F.D.A. Rekotz beweist erneut ein großartiges Händchen für qualitativ extrem hochwertigen Death Metal. Das Niveau auf der Platte ist permanent hoch und an keiner Stelle langweilig. Die besagten Highlights heben sich allein durch Kleinigkeiten von den anderen Songs ab. Die Scheibe ist eine absolute Empfehlung für jeden Death Metal-Fan und ein Pflichtkauf für alle, die sich in traditionellen Gefilden besonders wohl fühlen.

Tracklist

  • 01. Praeludium Endzeit
  • 02. Godconstruct
  • 03. Towards Damnation
  • 04. Moribound
  • 05. Blood For The Gods
  • 06. The Truth Concealed
  • 07. Interludium Zeitenwende
  • 08. Seething With Rage
  • 09. Sworn To Death
  • 10. Reconquering The Soul
  • 11. Blindead
  • 12. Perdition Of The Whore
Wertung: 9 von 10