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LoveCrave, The – The Angel And The Rain

Sofort fühle ich mich in die Zeiten zurückversetzt in denen ich noch die „Nacht der Schatten“ in Hannovers Musikzentrum unsicher machte.


The LoveCrave liefern mit ihrer Scheibe „The Angel And The Rain“ eine feine GothRock/ Dark Wave Scheibe ab. Umso trauriger, dass ich zur Cd keine Bandbeschreibung oder Ähnliches bekam. Also geht es auf die Suche im Netz um alles über diese mitreißende Band zu erfahren. Schon nach kurzer Zeit wurde mir dann klar, dass etwas über die Band zu erfahren nicht das einfachste unterfangen sein würde, da die Homepage zwar sehr geil gestaltet, aber der Pressebereich noch nicht fertig war. Na ja, dann sage ich einfach nur was zu der CD und gehe nicht weiter auf Bandmitglieder oder Geschichte ein, es geht ja immerhin um die Musik.Und die gefällt. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt, die Beats reißen mit und der Gesang der Fronterin klingt etwas rau und sehr gut. Man könnte die Scheibe ohne Probleme auf einer Gothic/EBM/DarkWave-Party spielen. Ist es Keyboard oder Synthesizer der die Klangteppiche erzeugt, ich weiß es nicht aber es gelingt. Dunkel und sehnsuchtsvoll hallen die Töne aus meinen Boxen und die teilweise verzerrten Gesänge der Fronterin untermalen alles sehr gekonnt. Auch Elemente des Psychedelic Rock sind zu finden.

Das Piano (Keyboard?) ist sehr gut eingesetzt und schafft zwischen „Can You Hear Me?“ und „Fading Roses“ einen fließenden Übergang, wobei ersteres schneller und druckvoller kommt als „Fading Roses“, welches balladesk bleibt. Danach geht es wieder rockiger zu.„Runaway“ kommt dann etwas eingängiger daher und weiß durch seine Wiederholungen mitzureißen. Song 9 „The Chauffeur“ bei dem oft mit verzerrter Stimme gesungen wird, ist dann in meinen Ohren der absolute Knaller. Vor allem die Hookline ist sehr schön und eingängig, ich kann es mir bildlich vorstellen wie die Tanzfläche abgeht. In „Dark City“ kommt dann ein Gewitter ins spiel und Sirenen passieren das Bild. Eine dunkele Stadt baut sich vor meinem inneren Auge auf – echt gut gemacht.Das Artwork der CD ist übrigens auch wunderbar gestaltet und sagt einem sofort zu.Für Fans des GothicRocks/DarkWaves oder einfach nur Leute die gerne Tanzen gehen ist diese Scheibe absolut empfehlenswert, es fehlt nur das ganz besondere Extra was die Band von anderen abhebt und eine höhere Eingängigkeit wäre toll. Deshalb gibt es auch „nur“ 4 von 5 Gitarren. Anspieltipps: „Can You Hear Me?“, „Runaway“ und „The Chauffeur“.

Wertung: 8 von 10