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Mactätus – Blot (Re-Release)

Schwarze Poesie steht am Anfang. Und „Blot“ ist schwarze Poesie. Wer weder 1997 noch 2000 Blut geleckt hat, der sollte nun doch endlich mal probieren.


Der erste Song ist mit „Black Poetry“ betitelt. Schwarz und poetisch ist der Track allemal. Zwischen keifender Stimme, kalten Gitarren und Synthie-Melodien gibt es hier auch ruhige Parts. Und nicht nur hier erinnert sich die 1989 gegründete Band an den TNBM. Erstmals 1997 veröffentlicht, war das Blut der Norweger schnell vergriffen.

Um „Blot“ zu beschreiben, lohnt ein Blick auf die Tracklist. Denn neben der dunklen Dichtkunst stehen auch Themen wie Trauer, Winter, Kälte, Mystisches und der Blick aufs Christentum im Vordergrund. Typisch TNBM eben.

Waren die Songs zuvor eher kalt und gitarrenlastig, so ist das Reich der mystischen Wesen ein Klangteppich aus orchestralem Sound, ein heller Nebel als Interlude. „Vandring“ geht dann zunächst kalt weiter, wehklagend. Der Umschwung kommt nach der Hälfte; leise Töne, anklagende Worte. Bis es dann gewohnt hasserfüllt weitergeht. Kratzig ist das verlorene Christenleben. Alles endet in einem Gewitter, verschwindet wie die leisen Gitarrenklänge in der Einsamkeit.

„Blot“ transportiert eine Musik und eine Atmosphäre, die es heute nicht mehr gibt, die heute nicht mehr geschaffen werden kann. Es ist spürbar, dass die letzten Wellen des TNBM im Blut von Mactätus liegen. Umhüllend, verschluckend, tief.

Anspieltipps sind „Black Poetry“, „Sorgvinter“, „I trollriket“ und „Hat og kulde“.

Tracklist

  • 1. Black Poetry
  • 2. Sorgvinter
  • 3. Knust kristendom
  • 4. Et kaldt rike
  • 5. I trollriket
  • 6. Vandring
  • 7. Når et kristent live er fortapt
  • 8. Hat og kulde
Wertung: 9 von 10