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Mad Max – White Sands

Nachdem das letzte Album von Mad Max durch die musikalische Komposition von akustischen und elektrischen Instrumenten bestach, war ich sehr gespannt, was die Jungs mir zu bieten haben.


Diesmal liegt der Reiz dieser Scheibe mehr im Neuen! Zehn brandneue Tracks verpackt in gekonntem Rock, und dennoch kommt der weiße Einfluss nicht zu kurz. Mit diesem Album brechen die 4 Jungs aus Münster eigene Rekorde, die Gitarren sind heavy wie selten zuvor und das Schlagzeug ist in guter Manier zusammen mit dem dezent aber gezielt eingesetzten Bass die einzige Begleitung. Wiedereinmal beweisen Mad Max ihre virtuosen Künste im Umgang mit ihrem Handwerkszeug. Fast kommt es einem vor, als wollten Mad Max beweisen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und dass sie in ihrer langen Bandgeschichte einiges gelernt haben. Wer sich als Hardrocker bezeichnet, wird einfach nicht an diesem Sound vorbeikommen.Dieses Mal war es wohl ein „back to the roots“, das Songwriter Team Michael Voss und Jürgen Breforth dazu trieb, diese wunderbare Akustik auf Plastik zu bannen. Trotz der raumfüllenden Art der Gitarren bleiben sie ihrer Linie treu, was Lieder wie beispielsweise „Little Princess“ beweisen. In dem Lied geht es um ein kleines Mädchen das behütet aufwächst und später vom eigenen Vater mißbraucht wird. Aber auch Lieder wie „We fight in white“ oder „War“, welches im Besonderen eines der härtesten Stücke darstellt, die Mad Max je produziert haben, machen deutlich, dass trotz harter Töne immer noch ein bedächtiger Kern im Hintergrund steht.Schaut man sich das Cover an, wird einem schon früh bewusst, dass viel Feuer in der Aufnahme steckt. Wie üblich beherrscht das Kreuz als Bandlogo wieder die Szene. Abgesetzt auf weißem Sand als Hintergrund und einer Feuersbrunst die aus dem Kreuz hervor zu brechen scheint, bildet das Cover eine gelungene Analogie zu dem, was einen beim Hören erwartet. Dieses Album bereitet sicherlich nicht allen Hörern soviel Freude wie mir, aber jeder, der nicht grade der Meinung ist, dass Rock hart und böse zu sein hat, sollte sein Glück mit dieser Scheibe versuchen. Das Fazit lautet: Gute solide Arbeit mit einigen Höhepunkten.

Wertung: 8 von 10