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Manning – Anser’s Tree

Irische Stimmung mit Neo Rock Anleihen, eine sehr interessante, gut zu hörende Mischung ist es, die Manning mit ihrem Album „Anser’s Tree“ hier abliefern.


Eingebettet ist das Ganze in ein Konzept, dass sich mit der fiktiven Familiengeschichte von Dr. Jonathan Anser auseinandersetzt. Seine Vorfahren stehen jeweils für die betreffende Zeit. Berichtet wird von Hexenjagten im 17. Jahrhundert, schottischen Siedlern in der neuen Welt, Kohlenminenunglücke in England und abschließend von einer, in der Zukunft stattfinden, ökologischen Katastrophe auf einer der letzten festen Landmassen der Erder- auf der Anser die Wahrheit über seine Herkunft erfährt. Insgesamt ist das mittlerweile achte Album von Guy Manning eine leichte Abkehr des mehr akustischen Albums „One Small Step…“ von 2005. Ohne übertriebenen Bombast oder zu kopflastig zu sein, schafft er in „Anser’s Tree“ eine Atmosphäre, die einem beim ersten Hören vielleicht nicht so auffällt, desto öfter man die Scheibe jedoch hört um so mehr findet man an ihr. Die Stücke wurden selber geschrieben und produziert- dazu holte er sich für die weibliche Stimme noch Laura Fowles ins Boot, deren Gesang sich mit der Vielfalt an Instrumenten und dem warmen Sound mit Folk Anleihen perfekt ergänzt. Auch ihr Saxophonspiel hat es in sich und weiß zu überzeugen. Alles gibt ein ideales Bild, das Cover, die Geschichte, die Instrumente, der Gesang und die angepasste Produktion schaffen ein gelungenes Gesamtbild, dass aber ob der verschiedenen Einflüsse in den Liedern (ob Blues oder Folk) nicht langweilig wird. Jeder Fan des Prog sollte sich danach die Finger schlecken und diese Scheibe seiner Sammlung einverleiben. Für alle anderen Zielgruppen ist die Scheibe dann leider nicht so geeignet, da sie zunächst zum einen Ohr rein und zum anderen rausgeht. Man sollte die Musik schon lieben, um die Brillanz die hinter dieser Produktion steht, zu erkennen.

In diesem Sinne 4,5 von 5 Gitarren für Manning mit „Anser’s Tree“.

Wertung: 9 von 10