MENU
Home » CD Reviews OM » Mindcrime – Tourniquet Sleep

Mindcrime – Tourniquet Sleep

Als ich den Namen Mindcrime zum ersten Mal las, dachte ich „Ah, eine Band die dem Namen nach wohl ähnlich sein wird wie Queensryche.


“ Doch schnell stellte sich meine Vermutung als ziemlicher Irrtum heraus. Was Mindcrime auf „Tourniquet Sleep“ abliefern ist düsterer, aber melodischer Metal im Stile von „In Flames“. Das die Jungs schon seid fünf Jahren zusammen Musik machen hört man der Platte auch sofort an, denn alles klingt hier gut durchdacht und nicht irgendwie dahin geschmissen. Interessant ist auch, dass Mindcrime mit „10.00 am“, „13.00 pm“, „20.00 pm“ und „Tourniquet Sleep“ ganz kurze Zwischenpassagen haben, die nicht von Musik geprägt sind, sondern von kurzen Episoden aus dem Leben einer Person, die nicht mehr allzu viel Lebensmut besitzt (zusammen gehen diese vier Passagen 1:06 Minuten, stören also wirklich nicht den Fluss der Musik). Diese Passagen werden dazu genutzt um das Album richtig in sich stimmig zu machen und verleihen „Tourniquet Sleep“ den Charakter eines Konzeptalbums.

Wie schon gesagt, die Platte ist geprägt von harten und melodischen Metal, dass heißt die Doublebass wird öfter mal voll ausgereizt, aber bei Mindcrime steht der Song im Vordergrund und nicht das Geprügel, sodass sich die Songs nie irgendwie in wilde Moshparts verlieren, sondern immer versuchen in die Gehörgänge des Hörers einzudringen (was mit „Search for Serenity“ und „Seven Letter Generation“ auch recht gut gelingt). Für die Band ist dieses Album die erste professionelle Produktion (von dem selbst produzierten Album „Never Like Forever“ aus dem Jahre 2001 mal abgesehen) und wenn sie diesen Weg, den sie auf „Tourniquet Sleep“ eingeschlagen haben, weiter fortsetzen steht bald wieder ein richtig starker Dark Metal Act aus den deutschen Landen im Haus.

Ich jedenfalls bin ziemlich beeindruckt von „Tourniquet Sleep“ und möchte die Platte nur jedem Fan von „Sentenced“ oder „In Flames“ ans Herz legen.

Wertung: 7 von 10