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Ophis – Effigies Of Desolation

Die norddeutsche Band Ophis, die auch in der Region schon zu hören war, spielen rauen, langsamen Death Doom mit Growls und harten Gitarren. Die vorliegende Doppel-CD ist eine Kompilation aus den älteren Scheiben der Band.


Wer also eine neue Scheibe erwartet hat, wird sehr enttäuscht sein. Denn die Doppel-CD enthält leider keine neuen, unbekannten Tracks. CD 1 ist identisch mit der Debüt-CD aus dem Jahr 2007 „Stream of Misery“. CD2 besteht aus der EP „Nostrae Mortis Signaculum“ (2004), zwei Stücken aus dem Demo (2002), einer Liveversion eines Stücks von der EP (dieser Track ist also in zwei Versionen auf CD 2) und noch zwei Tracks von dem 2010 erschienenen Album „Empty, Silent and Cold“.

Die Musik selbst gefällt mir sehr gut – düster, schleppend kommt sie in bester Death DOOM-Tradition daher. Romantische „Einbrüche“ kann man hier kaum erwarten – eher triftet die Musik in langsamen Death Metal mit aggressiven, vernichtenden Gitarrenriffs ab. Die Vocals wirken authentisch; zwischen Schreien und Growls verzichtet die Band konsequenter Weise auf Klargesang.

Die 4-Mann-Band Ophis besteht seit 2001 und hat seither zwei Alben, eine EP und zwei Songs auf einer Split herausgebracht. Ob hiernach schon die Herausgabe einer Kompilation wirklich notwendig ist, bleibt zu bezweifeln. Bietet aber Fans des DOOM und Death Metal, die die Band noch nicht kennen, die Gelegenheit sich diese Doppel-CD zuzulegen und damit das Schaffen der Band kennenzulernen.

Fazit: Wer Ophis noch nicht kennt und auf Death Metal oder DOOM steht, sollte unbedingt zuschlagen. Wer schon eine Scheibe von Ophis besitzt, sollte sich durch den neu klingenden CD-Titel nicht täuschen lassen.

Tracklist:

Disc 1

  • 1. Godforsaken
  • 3. Dead Inside
  • 4. Pazuzu
  • 5. Dolor Nil Finis
  • 6. Black Wish
  • 7. Thy Flesh Consumed

Disc 2

  • 1. Funeral
  • 2. Kennel of Estrangement
  • 3. Convert to Nihilsm
  • 4. Nostrae Mortis Signaculum
  • 5. Pazuzu (live)
  • 6. Convert to Nihilism
  • 7. The Halls of Sorrow
  • 8. Suffering Is a Virtue
  • 9. Caressing the Dead
Wertung: 6 von 10