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Order to ruin – Where future shadows unfold

Order-To-Ruin-Where-Future-Shadows-UnfoldObwohl ORDER TO RUIN erst 2012 ins Leben gerufen wurde, existieren bereits zwei EPs und fünf (!) volle Alben, die stets in Eigenregie aufgenommen und veröffentlicht wurden. Trotz des rasanten Veröffentlichungstempos lässt der fünfte Streich „Where future shadows unfold“ nichts an Qualität vermissen – scheinbar hat das (momentane) Duo wirklich die optimalste Konstellation für effektives Arbeiten gefunden.

ORDER TO RUIN haben sich mittlerweile fest dem melodischen Schweden-Death der 90er verschrieben, nachdem in der Gründungsphase noch Einflüsse aus Thrash, Power und Black Metal zu finden waren. Eine gute Entscheidung, denn obwohl die Münsteraner das Rad sicher nicht neu erfinden, haben sie doch ein sehr feines Gespür für Melodien, die diese Ära des Metals ausmachte. Ich muss gestehen, dass diese in mir durchaus den einen oder anderen Nostalgiemoment auslösten, obwohl noch einige Schwachpunkte beim Sound auszumachen sind, da die Drums leider personalbedingt aus der Konserve kommen müssen. Die oft zweistimmigen Gitarrenläufe liefern eingängige Melodien, die Songs sind auf den Punkt gespielt und zünden ausnahmslos im ersten Moment. Überflüssige Tempowechsel oder Breaks spart man sich einfach, und zielt lieber gleich voll auf die Mitte. Viel mehr als „Aufdrehen und Birne schütteln!“ braucht man eigentlich nicht zu sagen! Geil. Schade, dass man sich vorerst für den Status einer Studioband entschieden hat, denn ich kann mir die Musik des Albums sehr gut auf der Bühne vorstellen.

„Where future shadows unfold“ kommt im schön aufgemachten DIGIPAK und ist zum Selbstkostenpreis von 7 Zacken zu erstehen, die jeder Schwedenfreund hier bedenkenlos investieren kann! Und sollte!

 

Bandmitglieder:
Gesang, Bass – Mike Seidel
Gitarre – Denis Pfeffer

 

Tracklist:
Infernum
The Locust And The Lancer
So Black So Pure
Crossworld
Nightwing
Where Future Shadows Unfold
Fury And Passion
Veiled In Shadows
Weeping In Solitude
Human Devastation
Lifeless Invaders (Version 2016)

Wertung: 8 von 10