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Puky Spoon – Hope in hell

Das Projekt Puky Spoon, welches auf das Jahr 2000 zurück zu führen ist, verbindet Metal mit Punk. Mit „Hope in Hell“ veröffentlicht die Band nun bereits ihr drittes Album, und das obwohl es zeitweise schon nach einer Zwangsauflösung auf Grund eines Verkehrsunfalls des Drummers im Juni 2001 aussah.


Doch dieser (Boldie von Herbolder) erholte sich, sodass die Gruppe (weitere, derzeitige Besetzung: Dragan „The Dragon“ Kremenovic Sänger, Ralph Kindlein Gitarre, Johannes Oehl und Backgroundgesang) auch heute noch existiert. Nach eigenen Angaben soll „Hope in Hell“ auf „Politiker“ und „Spiesserpack“ anspielen, die bald für ihr Kinderträume raubendes Verhalten von der Hölle „eingesammelt“ werden sollen. So wird in den 14 Songs oftmals von Perspektivenmangel oder einfach nur aggressiv gegen das System beziehungsweise gegen eine fiktiv angesprochene Person gesungen. In Track vier („Make my day“), dem einzigen hauptsächlich deutschsprachigen Lied, wird ein Betrüger bereits vor seinem nahenden, grausamen Tod gewarnt und bedroht. So heißt es „Stirb alleine, deine Leiche wird verbrannt, Qualen sollst du noch erleiden, spüren sollst du schrecklich Leid…“. Dieser Text ist interpretatorisch gesehen ein klares Indiz dafür, wie ernst es der Gruppe ist und welchen Ärger sie mit den von ihnen angesprochenen Personen verbinden. Hinsichtlich der Stilmittel in der Musik gibt es in meinen Augen zeitweise eine klare Tendenz, dass Melodie nur nebensächlich ist. In vielen Liedern dominieren lange Parts der Rhythmik das Geschehen. Anders herum gibt es auch Ausnahmen, so mit „Send me an angle“ (Track 11), in denen eine lange Einleitung und Riffs die Überhand haben. Der Gesang variiert oftmals in seiner Nutzung. Manchmal erinnert er mehr an Heavy Metal, aber durchaus auch an Punk, Rock oder an andere Metal Arten. Wertend muss ich sagen, zwar Musik und Gesang, sowie Vortrag oft gut zueinander passen, doch fehlt eine klare Spur. Ferner halte ich die Erklärung, die mit dem Album eingegangen wird für noch nicht ganz ausgereift. Ich kann mir zum Beispiel nicht erklären, was konkert in diesem Fall mit „Spießern“ gemeint ist. Schließlich wird sich kein Spießer angesprochen fühlen, wenn nicht wenigstens konkret gemacht wird, was und wer in welchem Zusammenhang damit gemeint ist. „Träume“, wie es heißt, werden immer noch unbewusst gestohlen, hoffe ich. Hier gibt’s insgesamt aber trotzdem für die musikalische Leistung 3 Gitarren.

Wertung: 6 von 10