MENU
Home » CD Reviews OM » Pure Reason Revolution – The dark third

Pure Reason Revolution – The dark third

Engelsgleicher Spährenklang erwartet den Hörer dieser CD am Anfang des ersten Titels „Aeropause“. Langsamer melodiöser Rock mit kräftigem progressivem Einschlag wird hier geboten.


Und in der Tat erinnert dieses musikalische Konzept schon jetzt an die im Infotext angebotenen Pink Floyd. Gefolgt wird ohne Pause von dem Track mit dem Namen „Goshen´s remains“. Hier kommt zum ersten Mal die Stimme von Sängerin und Bassistin Chloe Alper zum Einsatz. Im Refrain geht´s dann derbe rockig mit verzerrten Gitarren zur Sache. Elektronische Effekte runden den Titel ab. Als nächstes bietet uns „The Dark Third“ (damit ist übrigens das Drittel des menschlichen Lebens gemeint, welches wir im Schlaf zubringen) den atmosphärische langsamen Rocker „Apprentice of the universe“, welcher wieder ohne Pause vom vorherigen Stück übergeleitet wird. Mit 4:16 Minuten eines der beiden einzigen Stücke unter 5 Minuten Spieldauer. Allgemein machen auch hier die Brüder Jon (v, g, k) und Andrew Courtney (d), in Zusammenarbeit mit ihren Mitstreitern James Dobson (k, v, b), Greg Jong (g, v, k), Jamie Willcox (g, v) und der schon oben erwähnten Sängernin einen guten Job. Mit „The bright ambassadors of morning“ erreicht den Zuhörer das erste von zwei 10 Minuten und mehr Stücken. Hier der Einsatz von mehrstimmigem Gesang und viel Keyboards gerade im sehr ruhigen Mittelteil, bevor zum Schluss wieder richtig gerockt wird, inklusive Kanon. Kommen wir nun zum kürzesten Stück der CD. Der fünfte Track auf dieser CD lautet auf den Namen „Nimos & Tambos“. Und wieder kennt diese CD keine Pausen. Mit leichten Gitarren, einem straighten Schlagzeug und ein wenig Synthesizer beginnt dieser Track, bevor das Tempo richtig angezogen wird, Auch hier wieder mehrstimmige und auch abwechselnde Gesänge zwischen weiblichen und männlichen Vocals. Bisher einer der besten Songs des Albums. Nun kommen wir zum ersten Doppelpack. Unter Track Nummer fünf verbergen sich nämlich eigentlich zwei Stücke. Beginnen wir mit „Voices in winter“. Ein Drumcomputer und ein Wind-Sample stimmen die Hörerschaft auf die Stimmung ein. Nach nicht ganz zwei Minuten setzt dann das richtige Schlagzeug ein, was hier wesentlich mehr Kraft aufzubieten hat. Auffällig an dieser Stelle ist vielleicht, dass es trotz einer gewissen progressiven Grundeinstellung bis jetzt keine vertrackten Takte oder Rhythmen auf diesem Album gab. Nach exakt 3:46 kommt die Gitarrenfraktion im zweiten Teil des Tracks voll auf ihre Kosten, da einige bretternde Riffs das Tempo und die Härte dieses Songs enorm steigern. Bei “Bullets Dominae“ ändert sich zum ersten Mal der Rhythmus. Herrschte bisher 4/4 Takt, erkennt der geneigte Hörer hier einen 6/8 Takt. Im Midtempo-Bereich gelegen gibt´s wieder Wechselgesang und einen Powerrefrain. Die letzten beiden Tracks dieser CD sind wieder Doppelpacks, und um es kurz zu machen, qualitativ auf gleichem Niveau. Track neun ist sogar mit über 13 Minuten das längste Stück der CD.Produktionstechnisch so wie handwerklich gibt es nichts zu meckern. Ein schönes Stück Musik.Fazit: Gutes Debüt der Londoner. Wenn die Qualität beim nächsten Album so bleibt, gibt´s einen Punkt mehr von mir.

Wertung: 6 von 10