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Raised Banner – Cast in Nowhere

Die bereits 1998 aus einer Schulband entstandene Band „Raised Banner“ besteht zur Zeit aus vier Leuten – Christopher, Michi, Stephan und Christian – von denen drei an den Gesangsparts beteiligt

sind; dies schafft eine unglaubliche Vielfalft und Tiefe, die von Clean

über Shout und Grunt bis hin zu Black-Metal-Vocals alles beinhaltet.


Nach vielen experimentellen Gehversuchen erschien 2001 ihr erstes Album „The Dragon with us“ und nur 1 Jahr später mit „A mad man’s prophecy“ Silberling Nr. 2.

Seitdem hat sich gerade musikalisch viel getan; die Einspielungen wurden professioneller, das Zusammenspiel der Instrumente verfeinerte sich. So dauerte es dann zwar fast 3 Jahre eh eine neue Scheibe released wurde, diese hat es daber auch in sich!

Auf der Demo „Cast in Nowhere“ sind fünf Lieder enthalten. Vier

davon kann man auch auf ihrer Seite Probehören, wobei jedoch gerade die

ersten Sekunden eines Stücks noch nicht wirklich viel über die weitere Entwicklung verraten dürften.

Den Einstieg macht Raised Banner mit „Labyrinth“. Hier wechseln sich hohe Shouts mit tiefen Grunts und im Duett gesungenen Refrains ab. Auch die Interludes mit den äusserst gelungenen Bassläufen können überzeugen.

Der zweite Track „Inside Me“ ist etwas härter gestaltet als „Labyrinth“;

es finden sich wesentlich mehr Shout-/Gruntanteile; die Refrains sind ein

Frage-und-Antwort-Spiel von Black-Metal-Vocals und Clean-Vocals.

Darauf folgt „Needs Death Release“, eine Ballade, welche das Thema Suizid als Ausweg behandelt und stark Gefühle rüberbringt. Hier zeigen die Jungs ihre Songwriter-Qualitäten! Meiner Meinung nach ein sehr gutes Lied, einzig dass es sich an einigen Stellen (gewollt?) unsauber gespielt anhört, lässt sich noch kritisieren.

„The Scar I Wear“ ist wieder härter, besonders die tieferen Gesangsstellen können jeden Death-Metaler überzeugen. Der ruhig beginnendere Instrumentalteil geht dann eher wieder in die Richtung Heavy-Metal.

Den Abschluss des Demos macht „And His Tears Fell Down“, welches die Geschichte eines Mannes erzählt, der für seinen Glauben zu sterben bereit ist. Episch angehauchte Lyric mit einer aggressiven Grundstimmung-gut gemacht!

Es finden hier sämtliche von der Band vertretenen Gesangsstile ihren Platz, wobei die Funktion der unterschiedlichen Stile nicht ganz klar wird. Zudem fallen hier vor allem zu Beginn einige „Unsauberheiten“ bei den Clean-Vocals auf.

Nichts desto Trotz eine insgesamt sehr gelungene Scheibe, von der man sich mal selbst ein Bild machen sollte. An einigen Stellen könnte noch gefeilt werden; auch wenn nur minimal zu hören, so wirken manche Gitarrentöne nicht absolut genau getimed.

Da es sich hier aber um ein Demo, bei deren Produktion die Kosten durch das eigene Budget bekanntlich begrenzt sind, handelt, kann man darüber ohne weitertes hinweg sehen!

Es bleibt eigentlich nur zu sagen, die Jungs haben sich auf jeden Fall einen Platz in meiner Sammlung verdient!

Wertung: 6 von 10