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Sebastian Berndt – Gott haßt die Jünger der Lüge

„Ein Versuch über Metal und Christentum: Metal als gesellschaftliches Zeitphänomen mit ethischen und religiösen Implikationen.“


Metal und Christentum? Definitiv! Denn es reicht nicht aus, als Metaller grundsätzlich gegen Jesus und seine Jünger zu sein. Überhaupt hat nicht nur eine Religion die Finger im metallischen Spiel. Es lohnt sich also, seine Emotionen zurückzuhalten und einen Blick auf die Theologie, Musikwissenschaft und Verhaltenswissenschaft im Metal zu riskieren.

Nach Vorstellung von Problematik und Methodik geht es direkt an die Musik: Woraus setzt Metal sich musikwissenschaftlich zusammen? Kompakt aufgeführt werden ebenfalls die verschiedensten Stile, hier lohnt sich ein Stöbern auch mal zwischendurch in anderen Zusammenhängen. Wissenswert und leicht lesbar.

Natürlich ist es der Teufel mit seinem Satanismus, der stets auf dem harten Metall spielt. Oder ist Satanismus möglicherweise von der Musik selbst ausgehend? Wer hat den Satanismus überhaupt in den Metal gebracht? Sebastian Berndt liefert Antworten und führt auf, dass Satanismus nicht gleich Satanismus ist.

Neben der unvermeidbaren Thematik des Neuheidentums wird auch der Rechtsextremismus nicht ausgelassen. Weitere Aspekte sind Gewalt, Apokalyptik und nicht zuletzt Sex, Drugs & Rock’n’Roll.

Am Ende des Buchs weckt das Literaturverzeichnis das Interesse am tieferen Einblick in die Materie.

Zwar ist „Gott haßt die Jünger der Lüge“ (übrigens eine Symbiose aus Songtiteln) einfach und flüssig zu lesen, nach den meisten Paragraphen bleibt der Leser allerdings hängen und versucht, seine eigenen Gedanken zu fassen.

Empfehlenswert für alle, die mehr als nur den Metal besser kennenlernen wollen!

Wertung: 9 von 10