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Skady – Mysterium

1 Stunde Musik, 3 CDs, 5 Musiker und 666 Klischees. Skady haben sich mit „Mysterium“ leider nicht weiterentwickelt.


Die Schleiereule auf dem Albumcover macht es vor. Pandagleich hat sie sich die Leichenzeichnung ins Gesicht gemalt. So zeigen Skady gleich, wer sie sind. Dunkle Typen, Schwarzmetaller, die sich der Natur verschrieben haben. „Mysterium“ ist bereits das dritte Werk der Pommer, schick verpackt im Digipack mit einem etwas überraschenden „Booklet“ mit viel Bild und wenig Text. Schade eigentlich, denn Pagan können hier wohl nur die Lyrics sein, und die kann man nicht nachlesen.

Die Songs klingen beim ersten Hören eintönig. Etwas Abwechslung bringen bloß einige Gitarrenparts, die die Melodiösität der Lieder unterstützen. Die Rhythmusgitarre trägt durch die Takte, die Leadgitarre versucht sich an einprägsamen Tonfolgen. Sänger Andreas verliert seine Stimme jedoch in dem Gewummer seiner Bandkollegen. Bloß an instrumental ruhigen Stellen kommt sie keifend zum Zuge. Leider fehlt ein Wiedererkennungswert, große Effekte bekommt Andreas nicht aus dem Hals. Etwas mehr Stimmspielerei würde zu einer Atmosphäre führen, die momentan kaum gegeben ist.

Sehr überraschend hingegen ist dann jedoch „Arrival Of Endless Solitude“, der letzte Song auf „Mysterium“. Zum ersten Mal erhält man den Eindruck einer Stimmigkeit. Der Song transportiert Feelings und verschwindet nicht wie seine Vorgänger aus der Erinnerung. Besonders prägnant hier ist die Drumlinie.

Statt auf Können scheint die Band mehr auf Klischees zu setzen. Pagan Black Metal muss kein sinnloses Gedresche ein. Dennoch: Wer sich die Zeit nimmt, dem Album eine zweite Chance zu geben, der bekommt ab und an doch noch kleine Highlight-Funken ins Ohr. Trotzdem: „Eyn Raunen im Tannicht“ ist im Vergleich zu „Mysterium“ ein weitaus besseres Album.

Tracklist

  • 01. Vom Platz, der stets im Nebel schwimmt
  • 02. Irrlichter – Flammen im Moor
  • 03. Ravnejuvet
  • 04. The Rusty Blade Of Old Cold Steel
  • 05. Winterfluch
  • 06. Im Erwachen des Mondes
  • 07. Verdammter Seelen letztes Grab
  • 08. Arrival Of Endless Solitude
Wertung: 6 von 10