MENU
Home » Konzertberichte OM » Stinna og Stora & Vindga Meidi

Stinna og Stora & Vindga Meidi

Es sollte eigentlich nicht mehr werden als ein kleines Fantreffen.

Dementsprechend war auch die Örtlichkeit ausgewählt, eine kleine Kneipe, die an diesem Karfreitag jedoch aus allen Nähten platzte..


Zu dieser Zeit war ich bereits überrascht, dass als Vorspann-Musik unter anderem ein geniales Cover des Hits „Moonlight Shadow“ gespielt wurde – nämlich das der Osnabrücker Metaller von Spirit Corpse, den Vorgängern der Vorzeigeband The Dark Decade.

So erwartete ich gutgelaunt mit Spannung Vindga Meidi, eine Gruppe, die sich personell teilweise mit Stinna og Stora deckt. Anders als jene wirkten sie hier jedoch eher grobschlächtig, als sie mit Corpse-bzw. Warpaint und historischen Waffen auf die Bühne stürmten – soweit man es bei den beengten Raumverhältnissen so nennen darf.

Stilistisch begeben sich die Jungens in heidnische Gefilde, die eigene musikalische Einordnung „Paganmetal mit Black Metal-Einflüssen“ ist stimmig. So coverten Vindga Meidi neben Eigenkompositionen „Pursuit of the vikings“ von Amon Amarth und lieferten als Zugabe eine brachiale Metal-Version des The White Stripes Hits „Seven Nation Army“, die begeistert aufgenommen wurde – wie auch der Rest dieses Auftritts, der immerhin die Premiere für diese Band darstellte. Und obwohl anfängliche technische Probleme und die etwas schwerfällige Akustik der verwinkelten Kneipe die Qualität des Pand… äh, Bandauftritts minderten, wurde doch ein deutliches Potential erkennbar.

Es folgte die Band, die seit ihrem Auftritt beim Schools on Rock – Wettbewerb 2007 in manchen Kreisen zu den Sternen der Osnabrücker Untergrund-Metal-Szene gehört: Stinna og Stora. Und obwohl bei dieser die Euphorie der (meist jüngeren) Fans mehr überdurchschnittliche Qualität suggeriert, als faktisch vorhanden ist, muss man schon von einer Ausnahmeband sprechen. Mit nicht zu bremsender Spielfreude, durchaus bemerkenswerten Fähigkeiten der Musiker und vor allem wirklich interessanten eigenen Stücken hat diese Band wohl noch kein Konzert ohne Fans erlebt, die sich begeistert vor der Bühne den Nacken auskurbeln.

Hinzu kamen auch diesen Abend Coverstücke wie „Auf gute Freunde“ der Böhsen Onkelz, zu dem das Mikro für den Gesang einfach in der Menge herumgereicht wurde, sowie das altbewährte „Elektrohexe“ von Eisregen.

So ergab sich aus diesem Auftritt – trotz oder gerade wegen der beengten Platzverhältnisse – eine ziemlich fröhliche Party, in deren Verlauf vor der Bühne wie auch auf den Bänken mit den Haaren geschüttelt wurde. Ein erfreuliches Zeichen dafür, dass gerade junge Bands trotz (noch) fehlender Professionalität vernünftige Konzerte geben können – und dass diese auch in Osnabrück besucht werden.

Setlist Vindga Meidi

01 Sturm zur See

02 Schlachtenglück

03 Pursuit oft he vikings

04 Götterverhängnis

05 Walhall

06 Seven Nation Army

Setlist Stinna og Stora

01 Silence

02 Stinna og Stora

03 Ragnarök

04 Auf gute Freunde

05 Elektrohexe

06 Hero

07 Death in Fire

08 Treason

09 War

10 For whom the bell tolls