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Tempesta – Fulltime Joker

Schöner, harter Rock gefällig? Dann seid ihr bei TEMPESTA genau richtig. Die Band um Frontmann Reto Thalman zeigt mit ihrem zweiten Album „Fulltime Joker – Fill The Voids“ einmal mehr, dass auch die Schweiz gute Musik zu bieten hat.


Gleich der Opener „Fulltime Joker“ zeigt wo es langgeht. Eingängige Melodie, einprägsamer Refrain und fetter Gitarrensound, der sich schnell ins Hirn einbrennt. Dazu legt Armin Brühwiler ein Double-Bass-Gewitter hin und der erste Hit auf der Scheibe ist gefunden. „Stagedive“ ragt besonders durch den Refrain heraus, der schwer an alte Zeiten von Alice Cooper erinnert. Wer also eben diesen Altrocker mag, wird diesen Song lieben. „Ain’t gonna tell ya“ ist wohl das Überlied des Albums. Beginnend mit typischen Westernelementen schweift es schnell über zu einer – man kann es nicht anders sagen – geilen Gitarrenmelodie und einem ohrwurmfähigen Refrain. Schon allein dieses Lied erhält 7 von 5 Punkten. Weiter geht es mit „Pain“. Ein Song, der zwar gut ist, aber auch nicht besonders herausragt. Kein Lückenfüller – kein Geheimtipp. Ein starker Beginn, baut zum Ende hin durch das häufige Wiederholen des Refrains jedoch stetig ab. Schade. Folgend kommt mit „Glow“ eine eingängige Ballade, meist mit Westerngitarre begleitet. Nach kurzer Zeit jedoch leider zu schleppend und kaum Abwechslung enthaltend. Dafür ein schöner Refrain, besonders zum Ende wird der Song durch Chorgesang beendet. Schöne Idee, jedoch nichts Neues. Mit „I’m back“ wird es endlich wieder etwas härter. Schneidende Gitarre und ein gut einprägender Gesang, sowie ein Refrain, der mal wieder im Kopf hängen bleibt. Allerdings am Ende wieder zu schleppend.Wo bleiben die Ohrwurmkracher wie „Fulltime Joker“ oder „Ain’t gonna tell ya“ ? Die so stark begonnene Scheibe schwächt so langsam ab. So auch bei „Do you understand“. Eigentlich kein schlechter Song, doch alles zu eintönig und erst recht kein Lied, was besonderes im Gedächtnis hängen bleibt. „The chosen one“ überzeugt mich wieder. Fette Gitarre und ein atemberaubender Refrain, der sich schnell zum Mitsinger entwickelt. „Seeing ain’t believing“ kann mich auch nur teilweise überzeugen. Das Digeridou am Anfang ist eine willkommene Abwechslung und fügt sich gut ins Stück ein. Hab ich schon erwähnt, dass „Ain’t gonna tell ya“ geil ist? Dann ist jetzt „BLUESMAN“ dran. Was ist denn bitte das? Das letzte Lied von „Fulltime Joker – Fill The Voids“ ein Bluessong? Klar. Passt. Kommt an. Hitverdächtig. Rundet die Scheibe hervorragend ab.Tempesta hat mit diesem Album einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Elemente von Alice Cooper und Metallica’s Load Alben sind kaum zu verschweigen, jedoch auch nicht störend. Wer Tempesta im Jahr 2005 mit Crystal Ball und Thunderstone verpasst hat, sollte sich die Schweizer Combo vormerken. „Fulltime Joker – Fill The Voids“ hat starke Stücke und ein ansehnliches Booklet mit Livefotos und Songtexten. Weiter so Jungs.

Wertung: 8 von 10