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Textilmaschinen

Textilherstellung ist ein weltweit wichtiger Wirtschaftszweig. Fasern werden erst zu Garn, dann zu Stoff und letztlich zu Textilien. Aus diesen werden dann Kleidung oder andere Produkte hergestellt. Am weitesten verbreitet ist Baumwolle, die wichtigste Naturfaser. Die jährliche globale Ausbeute liegt bei 25 Millionen Tonnen. Angebaut wird auf ungefähr 35 Millionen Hektar in mehr als 50 Ländern. Sie wird, nachdem sie geerntet und verkauft wurde, maschinell von Verunreinigungen gereinigt. Die ersten Maschinen für diesen Vorgang wurden Ende des 18. Jahrhunderts erfunden. Manche Anwender kämmen die Baumwolle (auch: Cotton) vor der Verwendung, aber dies ein optionaler Vorgang. Ergebnis ist ein stärkeres Garn. Aufgearbeitet wird die Baumwolle mit sogenannten Spinnen. Zum Weben wird ein Webstuhl verwendet.

Im Bereich der Textilindustrie sind vor allem zwei Arten von Maschinen verbreitet: Strickmaschinen und Kettenwirkmaschinen bzw. Kettenwirkautomaten. Bei Vorgängen, bei denen quer über die Breite eines Gewebes gearbeitet wird, wäre eine Strickmaschine nötig. Die ersten wurden 1863 eingesetzt. Im Jahr 1910 lösten automatische Maschinen handbetriebene Flachstrickmaschinen ab. Rundstrickmaschinen tragen ihren Namen, weil Nadeln und Platinen in ihnen kreisrund angeordnet sind. Ein wesentliches Merkmal der Unterscheidung ist die Anzahl der so genannten Fonturen. Darunter versteht man die Anzahl der Nadelbetten und Spuren, auf denen sich die Nadeln bewegen. Beim maschinellen Stricken wird auf diesen Maschinen ein zum Stricken geeignetes Garn in die so genannten Zungennadeln eingelegt. Nun werden Fäden durch Maschen gezogen, so wie beim manuellen Stricken. Beim Rundstricken bewegen sich die Nadeln während ihres Arbeitsvorgangs im Kreis.

Kettenwirkmaschinen bzw. Kettenwirkautomaten sin in der Industrie naturgemäß weit verbreitet. Bei dem von diesen Maschinen angewendeten Verfahren wird ein Faden im Zickzack entlang der Länge des Gewebes in die Stoffe eingearbeitet. Eine Kettenwirkmaschine erfordert, dass die Zahl der separaten Stränge an Garn der Anzahl von Stichen in einer Reihe entspricht. Der Vorgang erfolgt fast immer maschinell und nur selten von Hand, da er sehr aufwändig ist. Kettenwirkmaschinen verarbeiten letztlich Ketten aus vielen Tausend Fäden zu Maschenwaren. Erfunden wurden sie um das Jahr 1780 herum. Zu den Hauptwerkzeugen gehören Spitz- und Schiebernadeln, Lochnadeln, dünne Blechstreifen zwischen den Wirknadeln (bzw. Platinen) und diverse Hilfswerkzeuge (Pressen für Nadeln). Die Nadeltechnik ist letztlich nichts anderes, als ein normales Nähwirkverfahren. Zwei Stoffe werden miteinander verbunden. Im erweiterten Fortlauf durchstößt die Nadel mehrere Schichten und sorgt mitsamt des Garns für eine Verbindung.

Am weitesten verbreitet ist als Faser die Wolle. Sie stammt meist von domestizierten Schafen. Diese tragen zwei Arten von Wolle, Ober- und Unterwolle. Auch Angora gehört in diese Kategorie, ist aber eine spezielle Züchtung. Letztlich werden die Tiere geschoren und die Wolle wird anschließend gereinigt und weiter verarbeitet. Bei der Erstellung der Garne kommen die ersten Textilmaschinen ins Spiel. Aber nicht nur Baumwolle oder Wolle werden verarbeitet, sondern auch Jute. Es handelt sich bei diesem Beispiel um eine Bastfaser, die aus der inneren Rinde einer Pflanzengattung namens Corchorus stammt. Auch Jute wird gesponnen, allerdings mit einer geringen Menge an Öl, das der Faser zugegeben wird. Jute wird vor allem für Beutel und Säcke verwendet. Wie Cotton kann es gefärbt oder auch gebleicht werden. Und natürlich ist eine Mischung mit anderen Fasern möglich.

Ebenfalls eine Bastfaser ist der Hanf. Er stammt aus der inneren Rinde der Cannabis-Pflanze und ist im Gegensatz zu Baumwolle oder Jute nur schwer zu färben. Hauptanwendungsgebiete sind die Herstellung von Kordeln oder auch Seilen. Andere Bastfasern sind zum Beispiel Nesseln oder Kenaf, Ramie, Urena. Sie sind vom Namen her in der Bevölkerung eher unbekannt und nicht so weit verbreitet, wie andere erwähnte Fasern. Dies gilt auch für Blattfasern wie Henequen oder Abaca. Erwähnenswert ist noch Seide. Ihre Produktion ähnelt der der Baumwolle.

Synthetikfasern werden künstlich erzeugt. Sie sind letztlich das Ergebnis der umfangreichen Entwicklungsarbeiten von Wissenschaftlern, um die natürlich vorkommenden tierischen und pflanzlichen Fasern zu verbessern. Die erste künstliche Faser war Kunstseide. Sie wurde 1799 entwickelt. Rayon und Acetat sind beides Kunstfasern, aber nicht wirklich synthetisch. In Wahrheit werden sie aus Holz gefertigt. Obwohl diese künstlichen Fasern in der Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt wurden, begann die moderne Fertigung erst viel später in den 1930er Jahren. Nylon, die erste synthetische Faser, debütierte in den USA als Ersatz für Seide und wurde anfangs vor allem für Fallschirme und andere militärische Zwecke verwendet. Die Techniken, die gegenwärtig genutzt werden, um diese Fasern in Garn zu verarbeiten, sind im Wesentlichen dieselben, wie bei natürlichen Fasern. Allerdings gab es Änderungen bei den Maschinen, da alles Synthetische von größerer Länge ist. Derartige Fasern haben außerdem keine Textur wie Baumwolle oder Wolle.

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Textilindustrie Geschichte

Die Textilindustrie entwickelte sich aus der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert als Massenproduktion von Garn und Tuch. Im Jahr 1734 erfand ein gewisser John Kay in England den fliegenden Shuttle. Es war eine der ersten in einer Reihe von Erfindungen, die zur Entstehung der Baumwollindustrie führte. Dieser sogenannte fliegende Shuttle (Flying Shuttle) erhöht die Breite des Baumwolltuchs und die Geschwindigkeit der Produktion eines einzelnen Weberin am Webstuhl. Der Widerstand von Arbeitern auf die Bedrohung auf ihre Arbeitsplätze verzögerte allerdings die Verbreitung dieser neuen Technologie in den ersten Jahren.

Im Jahr 1764 wird ein weiterer Engländer namens James Hargreaves der Erfinder der Spinning Jenny, die mit gesponnenen Fäden die Produktionskapazität von einem einzigen Arbeiter multipliziert, zunächst auf das achtfache und anschließend viel weiter. Schnell waren über 20.000 Spinning Jennies in England in Verbreitung. Im Jahre 1764 wurde in Thorp Mill die erste mit Wasserkraft betriebene Baumwollspinnerei der Welt gebaut. Die Prozesse des Spinnens und Webens waren nun mechanisiert.

Nachdem die Dampfmaschine erfunden war, konnte auch eine mechanisierte Textilindustrie entstehen. Ab diesem Zeitpunkt gab es keine neuen Erfindungen mehr, sondern nur eine kontinuierliche Verbesserung der Technologie. Zudem bemühten sich die Mühlenbesitzer ihre Kosten zu reduzieren und die Qualität ihrer Ware zu verbessern. Entwicklungen in der Verkehrsinfrastruktur, also der Bau von Kanälen und nach 1831 die Eisenbahn, ermöglichten die Einfuhr von Rohstoffen und den Export von fertigen Stoff.

Zunächst wurde die Nutzung der Wasserkraft von Mühlen zum Antrieb durch Dampf angetriebener Wasserpumpen ergänzt und dann vollständig durch die Dampfmaschinen ersetzt. Mühlen, die ursprünglich von einem Wasserrad angetrieben wurden, wurden sozusagen umgerüstet. Noch heute existiert die Quarry Bank Mill (Mill = Mühle) in Cheshire als ein gut erhaltenes Museum, das die Technik der ganz frühen Jahre zeigt. In diesem Museum wird auch nicht verschwiegen, wie Fabrikanten damals Kinder ausgebeuteten, um mit der Baumwolle den größtmöglichen Profit zu erzielen. Im Jahr 1830 betrug die durchschnittliche Leistung von einer Mühle mit „Motor“ 48 PS, aber erwähnte Quarry Bank Mill installierte in diesem Jahr eine neuen 100 PS Maschine am Wasserrad. Im gleichen Jahr wurde der erste Webstuhl mit einem gusseisernen Rahmen in Betrieb genommen, auf den Richard Roberts bereits acht Jahre zuvor ein Patent angemeldet hatte. Die Produktion von Garn wurde immer schneller, vor allem nachdem wieder 1830 und wiederum durch Roberts Patent selbsttätige Webstühle entwickelt werden konnten. Diese basierten auf ersten Experimenten mit Strom. Bis ins Jahr 1857 wuchs die Anzahl der Webstühle in England auf über eine Viertelmillion. Mittelpunkte der Produktion waren Manchester und die kleinen Städte der Pennines und im südlichen Lancashire. Tatsächlich ging die Verbreitung dieser „Technik“ von England aus. In Deutschland wurden vor allem auf den Land Textilien produziert.

Die industrielle Revolution veränderte die Art der Arbeit und der Gesellschaft. Zu den wichtigsten Triebkräften bei diesen Veränderungen gehörte die Textilherstellung. Zu Zeiten des Commonwealth wurden viele Betriebsstätten nach Indien verlegt, schon damals wegen der Kosten. Der demografische Wandel durch den Ersten Weltkrieg machte die arbeitsintensiven Industrie.

Wesentliche Änderungen kam in der Textilindustrie im 20. Jahrhundert auf, dank der anhaltenden technologischen Innovationen im Maschinen-, Kunstfaser- und Logistikbereich sowie aufgrund der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft. Das Geschäftsmodell, das die Branche seit Jahrhunderten dominierte, änderte sich radikal. Produzenten von Baumwolle und Wolle waren nicht mehr die einzigen Quelle für Fasern. Chemieunternehmen erstellten neue synthetische Fasern. Synthetikfasern werden künstlich erzeugt. Sie sind letztlich das Ergebnis der umfangreichen Entwicklungsarbeiten von Wissenschaftlern, um die natürlich vorkommenden tierischen und pflanzlichen Fasern zu verbessern. Die erste künstliche Faser war Kunstseide. Sie wurde 1799 entwickelt. Rayon und Acetat sind beides Kunstfasern, aber nicht wirklich synthetisch. In Wahrheit werden sie aus Holz gefertigt. Obwohl diese künstlichen Fasern in der Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt wurden, begann die moderne Fertigung erst viel später in den 1930er Jahren. Nylon, die erste synthetische Faser, debütierte in den USA als Ersatz für Seide und wurde anfangs vor allem für Fallschirme und andere militärische Zwecke verwendet.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts kam immer mehr die Vorgehensweise in dieser Industrie auf, dass in der Dritten Welt Menschen unterbezahlt und in beengten Verhältnissen zur Textilproduktion schuften mussten. Dies hat sich bis in die Gegenwart leider nicht geändert. Vor allem in den Entwicklungsländern in Südostasien, auf dem indischen Subkontinent und in Zentralamerika gibt es viele Unternehmen, deren Arbeiter zu Billiglöhnen für namhafte Konzerne arbeiten. Im Jahr 2002 entfielen auf die Bereiche Textilien und Bekleidung 400 Milliarden Dollar an weltweiten Exporten, was 6% des Welthandels und 8% des Welthandels mit Fertigwaren ausmacht. In den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts waren die größten Import-und Exportländer die Europäischen Union und somit auch Deutschland, die Vereinigten Staaten, Kanada und Japan.

Kettenwirkmaschine

Textilherstellung ist ein weltweit wichtiger Wirtschaftszweig. Fasern werden erst zu Garn, dann zu Stoff und letztlich zu Textilien. Aus diesen werden dann Kleidung oder andere Produkte hergestellt. Im Bereich der Textilindustrie, die weltweit ein bedeutender Wirtschaftszweig mit hohen Exportquoten ist, sind Kettenwirkmaschinen bzw. Kettenwirkautomaten recht weit verbreitet. Bei dem von diesen Geräten angewendeten Verfahren wird ein Faden im Zickzack entlang der Länge des Gewebes in die Stoffe eingearbeitet. Würde es sich um einen Vorgang handeln, der quer über die Breite des Gewebes führt, wäre eine Strickmaschine nötig.
Eine Kettenwirkmaschine erfordert, dass die Zahl der separaten Stränge an Garn der Anzahl von Stichen in einer Reihe entspricht. Der Vorgang erfolgt fast immer maschinell und nur selten von Hand, da er sehr aufwändig ist. Kettenwirkmaschinen verarbeiten zusammengefasst Ketten (deshalb auch der Name) aus vielen Tausend Fäden zu Maschenwaren. Erfunden wurden sie um das Jahr 1780 herum. Zu den Hauptwerkzeugen gehören Spitz- und Schiebernadeln, Lochnadeln, dünne Blechstreifen zwischen den Wirknadeln (Platinen) und diverse Hilfswerkzeuge, zum Beispiel Pressen für die Nadeln. Die Nadeltechnik ist letztlich nichts anderes, als ein normales Nähwirkverfahren. Zwei Stoffe werden miteinander verbunden. Im erweiterten Verfahren durchstößt die Nadel mehrere Schichten und sorgt mitsamt dem Garn für eine Verbindung.

Eingesetzt wird dieses Verfahren meist im Verbund mit Strickwaren, aber auch bei anderen Nähwirkmethoden, zum Beispiel bei Frottier oder Trikots. Zu diesen gehören auch Dessous. Die rechte Seite des Gewebes bei diesen Textilien hat im Allgemeinen feine Längsrippen, während die Rückseite Querrippen aufweist. Um sie qualitativ hochwertig zusammen zu führen, ist das Kettenwirkverfahren ideal. Weil durch dieses das Weben produktiver ist, eine Vielzahl von Gewebekonstruktionen in großen Arbeitsbreiten genutzt werden können und das Garn beanspruchungsarm eingesetzt wird, gibt es keine Risiken oder Nachteile für den Produzenten.

Eingesetzt werden Kettenwirkautomaten auch beispielsweise bei der Erstellung von Moskitonetzen, bei Tüllstoffen, Im Bereich der Sportbekleidung, bei Bezügen für Möbel und Autositze sowie bei Stoffen für Schuhe und in der Werbung. Die Forschung geht aktuell zudem in die Richtung, dass Wirkwaren für industrielle Anwendungen verwendet werden, zum Beispiel um Beton zu verstärken. Und es geht um die Herstellung von Biotextilien, welche im medizinischen Bereich genutzt werden können. Zum Beispiel kann ein kettengewirktes Polyester dazu eingesetzt werden, um das Wachstum von erkrankten Herzen zu begrenzen. Aktuelle Forschungen an Tieren haben bestätigt, dass die Implantation derartiger Biotextilien als alternative Therapie erfreuliche Erfolge erzielen, und dies ohne Nebenwirkungen.

Doch zurück zu den Stoffen und den Textilien. Die Mailänder Methode, international als Milanese bekannt, ist stärker, stabiler, glatter und teurer als Trikot und damit idealer im Bereich von Wäsche verwendbar. Sie wird mit Kettenwirkautomaten umgesetzt, indem zwei Gruppen von Garnen diagonal stricken, so dass der Oberstoff mit einer feinen vertikalen Rippe und der Stoff auf der anderen Seite, der meist etwas feiner ist, miteinander verbunden werden. Das Ergebnis ist beim fühlen leicht und glatt. Allerdings ist diese Methode in den letzten Jahren immer mehr aus der Mode gekommen.

Die mit der Raschel-Methode gefertigten Textilien lassen sich nicht leicht dehnen. Sie ist oft sperrig. Folglich werden derartige Stoffe oft als ungefüttertes Material für Mäntel, Jacken, Röcke und Kleider verwendet. Die Stoffe können aus konventionellem oder speziellem Garn bestehen. Die Qualitäten reichen von dicht und kompakt hin zu offen und stabil. Auf diese Weise werden vor allem Spitzen und ähnliches hergestellt.

Stitch Bonding, zu Deutsch: Schusseintrag, ist eine spezielle Arbeit von Kettenwirkmaschinen. Sie wird häufig für die Herstellung von Verbundwerkstoffen und für technische Textilien eingesetzt. Als ein Verfahren zur Herstellung ist dieses Nähwirkverfahren effizient und eine der modernsten Möglichkeiten zur Förderung von verstärkten Textilien aber auch für Verbundwerkstoffe für den industriellen Einsatz. Die Vorteile dieses Nähwirkverfahrens umfassen die hohe Produktivitätsrate und eine ideale funktionelle Gestaltung von Textilien, beispielsweise bei faserverstärkten Kunststoffen. Der Vorgang umfasst Schichten aus Fäden und Gewebe, die durch einen Strickfaden miteinander verbunden sind, womit eine mehrlagige Schichtstruktur entsteht. Diese wird durch ein Kettenwirkmaschinen-Fadensystem, das auf der Rückseite des Stoffes mit einer Platinenmasche fixiert ist, und einem Schussfaden erzeugt. Eine Nadel fährt mit dem Kettfaden durch das Material und verbindet die Stoffe. Die Forschung sieht derzeit in der Nutzung dieses Verfahrens die Möglichkeit Verstärkungen in Geweben herbeizuführen und so sensible Fasermaterialien wie Glas und Kohlenstoff mit nur geringem Schaden miteinander in Verbindung zu bringen. Im Bereich der Stoffe gibt es Maschinen, die sozusagen aus der Familie der Kettenwirkautomaten kommen. Über sie wird an anderer Stelle berichtet. Es handelt sich um Schusseintragsmaschinen (werden für das erwähnte Stitch Bonding benutzt) und um Raschelmaschinen. Auch Schäranlagen müssen genannt werden.

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Schusseintragsmaschinen

Textilherstellung ist ein weltweit wichtiger Wirtschaftszweig. Fasern werden erst zu Garn, dann zu Stoff und letztlich zu Textilien. Aus diesen werden dann Kleidung oder auch andere Produkte hergestellt. Am weitesten verbreitet ist Baumwolle, die wichtigste Naturfaser, doch es gibt Alternativen. Die Herstellung von Textilien muss als eine der ältesten menschlichen Technologien bezeichnet werden. Um Kleidung herzustellen, ist die erste Anforderung eine Quelle für Fasern zu finden, aus denen dann ein Garn entsteht. Dieses wird durch Stricken oder Weben zu einem Stoff verarbeitet. Die Maschine, die zum Weben verwendet wird, ist der Webstuhl. Für die Dekoration, kann ein Garn oder auch das fertige Material gefärbt werden.

Zu den in der Textilindustrie eingesetzten Anlagen gehören die Schusseintragsmaschinen. Sie sind Teil der Familie der Kettenwirkautomaten und führen eine spezielle Arbeitsmethodik aus. Eingesetzt werden sie häufig für die Herstellung von Verbundwerkstoffen und für technische Textilien. Als ein Verfahren zur Herstellung ist diese Nähwirkmethodik effizient und eine der modernsten Möglichkeiten zur Förderung von verstärkten Textilien aber auch für Verbundwerkstoffe für den industriellen Einsatz. Die Vorteile dieses Nähwirkverfahrens umfassen die hohe Produktivitätsrate und eine ideale funktionelle Gestaltung von Textilien, beispielsweise bei faserverstärkten Kunststoffen. Der Vorgang umfasst Schichten aus Fäden und Gewebe, die durch einen Strickfaden miteinander verbunden sind, womit eine mehrlagige Schichtstruktur entsteht. Diese wird durch ein Kettenwirkmaschinen-Fadensystem, das auf der Rückseite des Stoffes mit einer Platinenmasche fixiert ist, und einem Schussfaden erzeugt. Eine Nadel fährt mit dem Kettfaden durch das Material und verbindet die Stoffe. Die Forschung sieht derzeit in der Nutzung dieses Verfahrens die Möglichkeit Verstärkungen in Geweben herbeizuführen und so sensible Fasermaterialien wie Glas und Kohlenstoff mit nur geringem Schaden miteinander in Verbindung zu bringen.

Schussfäden werden meist quer in das Gewebe „geschossen“. Der Begriff wurde nicht grundlos gewählt. Der Vorteil liegt in den Bereichen Stabilität, Stärke, Struktur und einem Anti-Rutsch-Vergleich. Die Stichlänge liegt im Allgemeinen im Bereich von 0,5 bis 5,0 mm. Die Schussfäden sind einfach ausgedrückt die parallelen Fäden, welche bei der Herstellung eines Gewebes quer zu den im Webstuhl aufgespannten Kettfäden liegen. Von einem Schuss ist die Rede, weil die Maschine den Faden durch das Fach der Kettenfäden tatsächlich wie einen Schuss treibt. Wenn Schuss- und Kettfäden miteinander verkreuzt sind, ist von einer Bindung die Rede. Je gleichmäßiger ein so genannter Schuss mit diesen Maschinen ausgeführt wird, desto feiner ist letztlich das Gewebe. Wenn gefärbte Fäden verwendet werden spricht man im Allgemeinen von Buntgewebe. Aber auch beim Weben eines Teppichs, was nach demselben Vorgang geschieht, ist der Schussfaden meist gefärbt.

Ein Stoff, der durch dieses Verfahren verändert werden kann, ist Seide. Bereits die alten Chinesen wendeten diese Verfahren an, allerdings natürlich nicht maschinell, denn erste Dokumente, die auf dieses Vorgehen hinweisen, stammen vom Ende des siebten Jahrhunderts! Einfach ausgedrückt wurde eine andere Farbe in Seide eingefügt. So entstehen in der Gegenwart beispielsweise Krawatten mit Mustern. Ein fremder Stoff wird in die Seide hinein geschossen. Doch diese Webtechnik wird in der Textilindustrie auch mit anderen Fasern wie Baumwolle, Leinen und Synthetik angewendet. Ein Schusseintrag erfolgt genau genommen über metallene Greifer, welche den Schussfaden bis in die Mitte einer Webmaschine ziehen. An dieser Stelle wird er von dem nächsten Greiferkopf übernommen. Dieser transportiert ihn dann zur anderen Seite der Webmaschine.

Dienstleister für derartige Maschinen finden sich natürlich weltweit. Alle hierzulande bekannten Nähmaschinenfirmen bieten im Grunde auch Schusseintragsmaschinen an. Doch eingesetzt werden diese Geräte vor allem im asiatischen Raum, was auch daran liegen könnte, dass viele Unternehmen dort ihre Waren fertigen lassen. Viele Betriebsstätten wurde bereits im frühen 20. Jahrhundert nach Indien verlegt, schon damals wegen der Kosten. Mittlerweile sind auch andere vor allem arme Länder wie Bangladesch, Pakistan oder El Salvador in dieser Industrie verankert. Und auch in China gibt es viele Firmen, die für wenig Geld Stoffe und Ware zuliefern.

Sehr viele Textilien, die in Deutschland getragen werden, wurden mit dem erwähnten Verfahren erstellt, zumindest teilweise. Besonders wenn es sich um bunte Kleidung mit Applikationen handelt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch. Es ist übrigens möglich zu fühlen, ob ein Schusseintrag erfolgte. Man muss nur mit dem Finger über einen Aufdruck streichen. Ein Textildruck fühlt sich beispielsweise anders an, als ein Schusseintrag. Wer sich beim Fühlen an einen Schlips aus Seide erinnert fühlt, kann sich sicher sein, dass scherzhaft ausgedrückt auf den Stoff geschossen wurde.

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Raschelmaschinen

Im Bereich der Textilindustrie sind die Kettenwirkmaschinen bzw. Kettenwirkautomaten recht weit verbreitet. Die Raschelmaschinen gehören zu dieser Gruppe. Sie tragen ihren Namen nicht wegen der Geräusche, die sie von sich geben. In Wahrheit geht er auf eine französische Schauspielerin zurück. Sie hieß Rachel und lebte im 19. Jahrhundert.

Mit diesen Maschinen werden in der Regel gröbere Garne verwendet. In der Raschelmaschine bewegen sich die Nadeln in einer geschliffenen Stahlplatte, dem so genannten Fräsblech. Die Oberseite dieser Platte definiert die Ebene, auf der die abgeschlossenen Schlaufen mit der Nadel bearbeitet werden. Auf diese Weise entstehen beispielweise Vorhänge, Tischtücher, Bettdecken, Decken, Spitzen, Frauen- und Oberbekleidung, Fischernetze oder Verpackungsbeutel. Außerdem sind Gardinen, Tüll, Kunstpelz oder Plüsch noch zu nennen. Die Arbeitsbreite dieser Maschinen liegt zwischen 1900 mm bis zu 6600 mm. Das sind 75 bis 260 Zoll. Die Breite beträgt 9650 mm, was 380 Zoll entspricht.

Die Grundkonstruktion der Raschelmaschinen ist natürlich von den Kettenwirkmaschinen inspiriert. Es gibt allerdings eine ganze Reihe von Zusatzeinrichtungen. Auf diese Weise sind Musterungen von Maschenware möglich. Diese Maschinen sind mit so genannten Schieber- und Zungennadeln ausgestattet sowie mit zwei Nadelsystemen inklusive Zungenanschlagdraht. Es handelt sich bei diesen ihnen um ein Einzelnadelsystem und um ein Schieberbarresystem. Außerdem gibt es Platinen, die auch als Abschlag- und Stechkämme bezeichnet werden können sowie zwei Legebarren mit Lochnadeln. Insgesamt hat eine derartige Maschine im Schnitt sogar 95 Legebarren, darunter einige doppelte für Pol- oder Schussfäden. Von einer normalen Kettenwirkmaschine unterscheidet sich die Raschelmaschine vor allem dadurch, dass sie beim Arbeitsvorgang nicht nach oben läuft sondern nach unten.

Bereits bearbeitete also gewirkte Ware wird bei der Bearbeitung von Platinen gehalten. Die im Allgemeinen im Gegensatz zu anderen Maschinen etwas längeren Nadeln steigen, wobei durch den Zungenanschlagdraht verhindert wird, dass die Köpfe sich schließen. Durch die Legebarren werden nun die Fäden automatisch in die Nadeln gelegt. Diese senken sich in diesem Prozess. Alte Maschenschleifen werden über den Nadelköpfen abgeschlagen und bilden nun die nächste neue Reihe an Maschen. Die mit der Raschel-Methode gefertigten Textilien lassen sich nicht leicht dehnen. Sie sind oft sperrig. Folglich werden derartige Stoffe oft als ungefüttertes Material für Mäntel, Jacken, Röcke und Kleider verwendet. Die Stoffe können aus konventionellem oder speziellem Garn bestehen. Die Qualitäten reichen von dicht und kompakt hin zu offen und stabil. Auf diese Weise werden vor allem Spitzen und ähnliches hergestellt.

Eine Spezialisierung ist für derartige Maschinen im Übrigen durchaus typisch. Eine Raschelmaschine für Netze, die in der Landwirtschaftschaft genutzt werden, unterscheidet sich mit ihren vier Nadeln nicht unwesentlich von einer Variante dieser Maschine mit 16 Nadeln pro Zentimeter, wie sie zum Beispiel für die Herstellung von Gardinenmaschen verwendet werden. Eine normale Doppel-Raschelmaschine hat eine Arbeitsbreite von 2 x 1500 mm. Es gibt auf dem Markt ein umfangreiches Programm an Nadeln für derartige Maschinen und zwar in gestanzter Ausführung und als Draht. Wichtig bei der Nutzung ist eine perfekte Stanztechnologie in einer Kombination mit einer optimalen Verrundung. Die Oberfläche sollte verschleißfest sein, was bei neuern Geräten vom Hersteller garantiert wird. Besonders bei einer optimalen Verrundung sollte eine ideale Verschleißbeständigkeit gegeben sein. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges Maschenbild sowie eine auf problemlose Art und Weise vonstatten gehende Verarbeitung unterschiedlicher Qualitäten des Garns. Für dieses ist ein reibungsarmer Fadenlauf das Nonplusultra und natürlich eine Fehlerfreiheit aller Wirkelemente.

Dienstleister für derartige Maschinen finden sich weltweit. Alle hierzulande bekannten Nähmaschinenfirmen bieten auch Raschelmaschinen an. Doch eingesetzt werden diese Geräte vor allem im asiatischen Raum, was auch daran liegen könnte, dass viele Unternehmen dort ihre Waren fertigen lassen. Viele Betriebsstätten wurde bereits im frühen 20. Jahrhundert nach Indien verlegt, schon damals wegen der Kosten. Mittlerweile sind auch andere vor allem arme Länder wie Bangladesch, Pakistan oder El Salvador in dieser Industrie verankert. Und auch in China gibt es viele Firmen, die für wenig Geld Stoffe und Ware zuliefern.

Die Herstellung von Textilien ist eine der ältesten menschlichen Technologien. Um Textilien machen, ist die erste Anforderung eine Quelle für Fasern zu finden, aus denen ein Garn entsteht. Dieses wird durch Stricken oder Weben zu einem Stoff verarbeitet. Die Maschine, die zum Weben verwendet wird, ist der Webstuhl. Für die Dekoration, kann ein Garn oder auch das fertige Material gefärbt werden. Raschelmaschinen haben über die Jahre in der Industrie immer mehr an Bedeutung gewonnen. Inwieweit die erwähnte französische Schauspielerin Rachel mit der Konstruktion zu tun hat, war übrigens nicht in Erfahrung zu bringen. Sie war jedenfalls Mitte den 19. Jahrhunderts sehr berühmt und ging viel auf Theatertournee. Monarchen empfingen sie. Sie wurde sehr verehrt, vermutlich benannte man diese Maschine nur nach ihr, um ihr zu huldigen. Selbst konstruiert hat sie sie eher nicht und ein Theaterstar wird damals auch nicht selbst seine Kleidung gestrickt haben.

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Schäranlagen

Textilherstellung ist ein weltweit wichtiger Wirtschaftszweig. Fasern werden erst zu Garn, dann zu Stoff und letztlich zu Textilien. Aus diesen werden dann Kleidung oder andere Produkte hergestellt. Am weitesten verbreitet ist Baumwolle, die wichtigste Naturfaser. Die jährliche globale Ausbeute liegt bei 25 Millionen Tonnen. Angebaut wird auf ungefähr 35 Millionen Hektar in mehr als 50 Ländern. Sie wird, nachdem sie geerntet und verkauft wurde, bereits maschinell von Verunreinigungen gereinigt. Die ersten Maschinen wurden Ende des 18.Jahrhunderts erfunden. Manche Anwender kämmen die Baumwolle (auch: Cotton) vor der Verwendung, aber dies optional. Ergebnis ist ein stärkeres Garn. Aufgearbeitet wird die Baumwolle mit sogenannten Spinnen. Zum Weben wird ein Webstuhl verwendet.

Im Bereich der Textilindustrie sind vor allem zwei Arten von Maschinen verbreitet: Strickmaschinen und Kettenwirkmaschinen bzw. Kettenwirkautomaten. Und es gibt die zur gleichen Familie gehörenden Schäranlagen. Auch sie sind in der Textilindustrie im Einsatz. Technisch betrachtet weisen sie eine drehbare Trommel auf sowie ein Spulengatter mit einer großen Anzahl an Fadenabzugsstellen. Von diesen Stellen werden Fäden über einen Wickel auf eine Rolle gewickelt. Schäranlagen, auf denen also nicht geschoren wird, verfügen außerdem über eine Schneidvorrichtung zum Abtrennen des Fadens von der Spule sowie über eine Verbindungsvorrichtung, um die Fäden mit einer anderen Spule zu verbinden. Bei einem Schärverfahren stellt ein Band einer Schäreinheit dar, und entspricht einem wiederholten Muster. Daher ist es erforderlich, gleichzeitig eine Schärgruppe entsprechend zumindest einem Muster von dem Schärbaumgestell herauszuziehen, auf welchem die Garnträger angebracht sind. Schären, das alternativ unter den begriffen Zetteln oder Scheren mit e statt mit ä bekannt ist, ist in einfachen Worten ausgedrückt der Vorgang, der das Weben von Textilien vorbereitet. Es wird dabei eine Schar von gleich langen Kettfäden hergestellt, die parallel angeordnet sind.

Viele Schäranlagen sind im asiatischen Raum im Einsatz, zumindest im Schnitt mehr als in Mitteleuropa. Bekommen kann man sie allerdings auch hierzulande. Einer der nachvollziehbaren Gründe für diese Statistik ist, dass viele Textilfirmen ihre Produktion in Dritte-Welt-Länder aber auch nach Indien und China ausgelagert haben, der Kosten wegen. Und wo Textilien erstellt werden, werden auch die Garne erstellt und somit natürlich auch die Fasern. Und dies mit Schäranlagen. Es gibt natürlich unterschiedliche Größen dieser ohnehin nicht gerade kleinen Maschinen. Die Arbeitsbreite kann 3.300 mm, betragen, die maximale Bandbreite 600 mm. Die Ringgarnspannung für schwere technische Gewebe kann durchaus bei 30.000N pro cm² liegen. Es empfiehlt sich Informationen im Internet einzuholen. Aber wer an ein derartiges Gerät denkt, wird in der Branche Erfahrung besitzen und sich vor allem auch den sicherlich hohen Preis leisten können.

Im Jahr 2002 entfielen auf die Bereiche Textilien und Bekleidung 400 Milliarden Dollar an weltweiten Exporten, was 6 % des Welthandels und 8 % des Welthandels mit Fertigwaren ausmacht. In den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts waren die größten Import-und Exportländer die Europäischen Union und somit auch Deutschland, die Vereinigten Staaten, Kanada und Japan. Die Produktion erfolgte in den armen Ländern Bangladesch (85,9 %), Macau (84,4 %), Kambodscha (72,5 %), Pakistan (72,1 %), El Salvador (60,2 %), Mauritius (66,6 %), Sri Lanka (54,3 %), Dominikanische Republik (50,9 %), Nepal (48,7 %) und Tunesien (42,4 %). Die Prozentzahlen in den Klammern besagen, wie viel Prozent der Export von Textilien in diesen Ländern ausmacht. Übrigens werden nur noch fünf Prozent der in Deutschland verkauften Textilien auch tatsächlich in Deutschland hergestellt. Wie hoch der Prozentsatz der eingesetzten Schäranlagen ist, war nicht in Erfahrung zu bringen. Im Grunde kamen sie vermutlich in allen Prozessen zum Einsatz, wenn man es ganz genau nimmt.