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Trimonium – Son of a blizzard

Bitterfeld, ein Ort, der seinem Namen alle Ehre macht. Einmal kurz durchfahren auf dem Weg zum WFF 2005, konnte ich doch die ganze Tragödie dieser Stadt in der kurzen Zeit in mich aufsaugen.


Augenscheinlich bestand die gesamte Bevölkerung dieser Plattenbauvorzeigestadt nur aus Rentnern und Frauen, die für Liebe Geld bekommen. Nun ja, ich habe mich in der Hinsicht wohl geirrt. Zumindest musikalisch hat Bitterfeld eine willkommene Abwechslung zu bieten. Denn diese anscheinend doch nicht ganz so öde Stadt ist die Heimat der Band, deren CD gerade vor mir zu Reviewzwecken auf dem Schreibtisch liegt. Und, ja, diese Band hat was zu bieten.Eröffnet wird dieser Silberling mit dem einminütigen Intro „Mirrors Hall“, welches entfernt an den Aufmarsch der Truppen in den Schlachtszenen vom „Herrn der Ringe“ erinnert. Mit einem sphärischen Gesang und dem Klingen mittelalterlicher Trommeln, wird der Hörer dieser CD auf das vorbereitet, was da kommen mag. Und was da kommt ist der Titelsong. Mit einer Stimme, die zwar nicht kreischend, aber dafür mit der Eleganz eines kaputten Lautsprechers auf mich eindringt, läuft es mir kalt den Rücken runter. Unterlegt wird diese geniale Stimme mit einem flotten Black Metal artigen Riffing mit reichlich Melodie und schnellem präzisem Drumming. Schon dieser Track macht Lust auf mehr. Und mehr wird wahrlich geboten in den folgenden 40 Minuten. Der nächste Titel verlässt zusehends die Paganwelt, um reinrassigen Melodic Black Metal darzubieten, während mit „Return from the battle“ das Tempo noch einmal angezogen wird. Aber immer erscheinen zwischenzeitlich Breaks, die auch aus dem Hause Trollzorn stammen könnten. Etwas ruhiger wird’s zu Beginn des nächsten Tracks, doch die Ruhe trügt, da schon nach kurzem die Doublebase wieder einsetzt und Tempo macht. Auch die folgenden Stücke übernehmen dieses Muster. Erst der letzte Song ändert sich im Riffing, da hier komplett auf Black Metal Ansätze verzichtet wird, und man sich schon eher im Speed Metal befinden würde, wäre da nicht diese oben schon erwähnte Stimme. Objektiv betrachtet ein klasse Album, welches ich jedem Fan von Paganbands nur empfehlen kann. Wer hier nicht zuschlägt, ist selber schuld. Verdiente vier Punkte sagen ihr übriges.

Wertung: 8 von 10