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Uncolored Wishes – World under control

Seit 2006 heißen Synopsis nun schon Uncolored Wishes. Seit der Namensänderung hat sich einiges getan! Zum Beispiel wurde das neueste Album „World under control“ im September vergangenen Jahres aufgenommen.


Über ein Jahr später wurde es schließlich erfolgreich veröffentlicht und seit dem ab jetzt ist es endlich auch zu haben. Bevor es darum geht, wie sie sich auf ihrem Werk präsentieren muss ich mich doch ein Bisschen über die Homepage von Marc Tari, Gabriel Jacques, Valentin Zucchinalli, Christophe Mesple und Oliver Gotillot beschweren. Wieso kann man die Hintergrundmusik nicht ausschalten, die den ersten Song von „World under control“ intoniert („End of time“). Nach kurzer Zeit stört das einfach nur noch und ich kann mir nicht vorstellen, dass das dem neuen Werk zugute kommt, wenn sich Interessierte schon davon abschrecken lassen. Aber wenigstens ist es eine Möglichkeit mal ins Album reinzuhören.Der erste Eindruck, auch der vom ersten Song, ist dennoch recht ordentlich. Mit einer Spielweise, die oftmals am Anfang nicht mal eindeutig auf das Genre hinweist, die powervoll und gleichzeitig rhythmisch in Erscheinung tritt sammelt sich das Quintett erste Pluspunkte. Charakteristisch sind ausgezeichnete Gitarren, die sowohl im Falle von Solo und im gemeinschaftlichen Spiel Träger einer energiegeladenen Stimmung sind und für solide Melodieverläufe sorgen. Für sie bekommt die Gruppe von mir noch mehr Sympathien. Auch mal die Töne einer Akustik-Gitarre zu bringen (zum Beispiel. Track 4) ist sicher auch nicht verkehrt, vor allem dann nicht, wenn sie sich so hervorragend in die Gesamt-Erscheinung einfügen.Und wer denkt, dass der Gesang dafür nicht ganz passt, weil das einfach zu viel Positives in einem währe, der hat nur zum Teil Recht. Zwar nervt einen die ab und an hohe Stimme, aber es gibt einige ausreichend gute Gegenstimmen, die die Ausschweifungen des Frontmannes in Grenzen halten und somit wieder für ein angenehmes Hörgefühl sorgen. Manchmal lässt sich übrigens auch Sprechgesang hören (Anfang von „Uncolored Nightmare“), der meiner Meinung nach jedoch etwas unplatziert ist, obwohl die Töne, die zwischen diesem Sprechen liegen und wohl vom Keyboard erzeugt wurden, wodurch ein Hauch von Orchester-Feeling, zumindest aber Streicher-Feeling, aufkommt, sehr gut passen.Besonders aufmerksam wurde ich bei „White death“. Dieser Song wurde auf besondere Weise, durch einen Wechsel aus Akustikelementen und typischer Gitarren- und Drumhandhabung geprägt und erhält dadurch einen ganz besonders emotionalen, Classic Rock haltigen Charakter, der anschließend dann aber wieder vermehrt ins härtere übergeht. Diese „Stimmungsschwankungen“ sind aber offensichtlich kein Einzelfall und gefallen mir besonders.Super Album und ich denke, dass vier Gitarren da mindestens drin sind.

Wertung: 8 von 10