MENU
Home » CD Reviews OM » Various Artists – Heavy Metal Nation III

Various Artists – Heavy Metal Nation III

Heute flatterte die dritte Ausgabe des Samplers „Heavy Metal Nation“ des Schweizer Labels Quam Libet Records auf den Schreibtisch; und da ich heute spontan wegen einer Lanparty versetzt wurde mache ich mich direkt an das Reviewing der Scheibe.


Na dann – frisch ans Werk. Wieder stellt das junge Schweitzer Label eine Reihe Undergroundbands vor, die es teilweise so richtig in sich haben. Der Stil ist dieses Mal hauptsächlich dem Rock zuzuordnen. Insgesamt geht es von Hard Rock über Glam Rock, Melodic Metal zu Dark Metal und Hardcore. Der Eingang erfolgt für den geneigten Hörer über den Melodic Rock von Infinite Dreams. Die Combo erinnert etwas an 7 Seals, was aber hauptsächlich daran liegt, dass auch die Schweizer female fronted sind. Leider werden nicht alle Töne so super toll getroffen wie man es sich wünscht.Dann kommen Painkiller mit ihrem Song „Release Me“ und es bleibt rockig, wenn auch ohne dem melodischen Einschlag der vorhergegangenen Band nachzueifern. Der Song kommt sehr konsequent und überzeugend rüber. Ravenheart kommt dann mit einem gelungenen Intro und einem ebenso gelungenen Song daher, der sich dem Power Metal zuordnen lässt und voll meinen Nerv trifft. Die Hook und die Lyrics insgesamt erscheinen gefühlvoll und passen sich dem Genre sehr gelungen an. Leider hört man ab und an ein paar Schwächen heraus. In Track 4 eröffnen Ever Since den, zugegebenermaßen kurzen (1 Track), Melodic Dark Metal Part der Scheibe. Da der Song allerdings durchaus melodisch und kraftvoll aus der Anlage schallt, ist der Bruch zur vorigen Band nicht zu groß und es werden beim Hörer keine Irritationen hervorgerufen. Die Produktion des Songs ist sehr gelungen und die Melodie eingängig (wenn man das bei Dark Metal sagen darf). Altöl erinnern ein wenig an AC/DC, es wird schnörkellos gerockt. „Running Flame“ geht voll auf die 12!

Die D.D.Dogz sorgen dann für Abwechslung der schrägeren Art, da das Quintett astreinen Glam Rock abliefert. HollyHock, die mit 5.20 min den längsten Song des Samplers abliefern, rocken im klassischen 70’er Stil- was das Verhältnis von Metal zu Rock auf der Scheibe bis zum 7 Track auf 5:2 ansteigen lässt. Mal sehen was noch so kommt, nicht das man den Sampler auf Rock Nation umbenennen muss ;).Tin Pan Alley liefern dann etwas ab was für mich wie Bluesrock mit klassischen Rock Elementen klingt. „Destiniy“ rockt mitreißend und passt so perfekt zu den voran gegangenen Songs. Gefolgt wird von den 2004 gegründeten Shake Appeal mit „Dumb Little Girl“, die von Aziz mit „Black War“ und ihrem kompromisslosen Kickassrock abgelöst werden.Drive warten dann mit einer gelungenen Mixtur aus Thrash, Rock `N` Roll und Alternative auf. Dann kommen Aggressive Fear, die mit ihrem Hardcore Sound in „Public Eye“ den ersten richtigen Bruch der Scheibe schaffen. Hart geht es auch mit den Metalcorelern von Serge und ihrem Song „Farmers From Hell“ weiter. Das Quintett scheint aus der französischen Schweiz zu stammen, so dass die Homepage der Band mir leider verschlossen blieb, da ich nur 5 Jahre Schulfranzösisch hatte (Anm. des Admin: „Ich hab´s in neun Jahren nur halb soweit gebracht“)Auch Coit verlassen diese Schiene nicht und bewegen sich mit „Brutal Fantasy“, wie man dem Namen schon entnehmen kann, im Corebereich. Nebenbei liefern sie den, mit gerade mal 1,45 min Länge, kürzesten Track des Samplers ab. Middlecage führen den Hörer dann wieder zum Rock zurück, was sehr gut gelingt. Mit viel Power machen dann Scythe & Fury weiter. Die Soul Keepers liefern anschließend mit „Back For You“ mein absolutes Highlight der CD ab, besser spät als nie. Metal wie ich ihn mir auf diesem Sampler gewünscht habe. Powerhill kommen dann mit einem Song im Hard Rock- bis Heavy Metal-Gewand daher.

Als letzter Song schließt dann „Sedna“ aus der Feder der Symphonic Metal-Band Legenda Aurea diese CD ab. Der Song ist musikalisch sehr gut getroffen und vor allem die sauberen Gesanglinien haben es mir angetan. Dabei handelt es sich um female Vocals, denen ich sonst ja eher kritisch gegenüberstehe. Aber hier sind die Töne wunderbar getroffen. Insgesamt wird der neue Heavy Metal Nation Sampler also vom Rock dominiert, sogar Core Bands sind öfter zu hören als Metal. Das ganze wird allerdings so präsentiert dass kein zu extremer Stilwechsel auftritt. Die Zusammenstellung ist gelungen, es gibt keine erwähnenswerten Einbrüche und die Produktionen sind ungefähr gleichwertig. Leider gibt es auch keine besonderes erwähnenswerten Songs, außer vielleicht 17 und 19, was aber vor allem an meinem persönlichen Geschmack liegen kann. Deshalb bekommt die Scheibe 3 von 5 verdienten Gitarren.

Wertung: 6 von 10