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Verlen & Union Youth

Trotz der im Vorfeld stattgefundenen Verwirrung, die aufgrund der Terminverschiebung

vom 13-10 auf den 12-10 einige Zweifel des Veranstalters aufkommen ließen, fanden sich

gegen 20.30 die ersten Fans der Grunge-Bewegung im „Bastard Club“ ein.

Ab 21.30 begannen dann schließlich die Jungs um Verlen auch die letzten Zweifel

auszulöschen, dass dieser Abend ein Reinfall werden könnte. Mit ihrer explosiven Mischung

aus unbestechlichem Gitarrensound und einer energiegeladenen Bühnenpräsenz machten sie

dem Ruf als Vorband alle Ehre.

Zwar verhielt sich die Band nach dem Konzert sehr

bescheiden und gab an, schon durchaus bessere Shows geboten zu haben, doch davon schien

das Publikum nichts mitbekommen zu haben.

Die ca. 70 Mann starke Front aus Osnabrück und Landkreis standen der Energie

auf der Bühne in nichts nach. Traditionelles Desinteresse, wie man es sonst schon mal

bei Vorbands erlebt, war hier gleich zu Beginn ausgeschlossen. Zusätzlich

trieb die gebotene Setlist selbst den letzten Bühnenscheuen irgendwann nach vorne. Da waren dann auch kleinere technische Pannen (Seitenriss, Verzerrerprobleme) kein

Hindernis.

Nach einer guten halben Stunde verließen dann Verlen schließlich die Bühne

und konnten ohne Übertreibung sagen, dass sie das Publikum gut aufgeheizt haben, um

dann Union Youth das Spielfeld zu übergeben.

So war es für die vier Jungs auch kein Problem mehr den recht gut gefüllten Club

mit dem Union Youth typischen, kompromisslosen Klängen einer Grunge Band zu begeistern,

der ab ca. 21.30 Uhr die Luft flutete.

Dazu trug auch der gut abgemischte Sound bei, der selbst von außen die Türen vibrieren

ließ und schnell klar machte, dass hier kein Softrock geboten werden sollte.

Die Reaktion des Publikums auf ihre neuste Singleauskopplung“ About this Ride“ ließ

schnell durchblicken, dass sich hier auch einige Stammfans befanden, die die Stimmung

noch mehr anheizen sollten.

Doch auch hier waren technische Pannen mit auf dem Programm

und einige kleinere Verspieler der Band, die letztenendes dazu führten, dass Union Youth

nach der Show alles andere als begeistert von ihrer Leistung waren.

Trotzdem wurde von dieser Stimmung nichts auf der Bühne ausgetragen, was sicherlich nur

den Eindruck einer souveränen und professionellen Live- Band verstärkte.

Auch wenn man den Eindruck haben konnte, dass viele Lieder doch an verblichene und schon

längst gehörte Grunge Tage erinnern, blieb kein Zweifel im Raum stehen, dass jedes Lied

auf der Setlist eine klare Ansage zum losrocken war.

Nach alter Tradition wurden dann gegen Ende noch einige unschuldige Boxen umgeworfen,

die auch schon den Anschein erweckten, dies nicht das erste mal über sich ergehen lassen zu müssen. Dann noch ein paar artistische Einlagen von Maze Valentin ( Vokals, Gitarre) auf dem

Schlagzeug und der Abend endete wie er begonnen hatte: voller Energie!

Fazit: Ein gelungener Abend mit großen Bands und noch größerem Publikum!

Setlist Verlen:

01 Flamingos

02 Scissors cut

03 Maybe goodbye

04 Hair Song

05 Down

06 In Hell

07 Naked

08 Starlight Baby

Setlist Union Youth:

01 Time

02 About this Ride

03 Everything too Shore

04 Decade

05 Yeah

06 Fruits for the Nation

07 Passion

08 Request

09 Modern Life

10 Nobody