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Viron – Ferrum Gravis

„Ferrum Gravis“, so der Titel des aktuellen Albums der deutschen Viron, ist das dritte Release der Truppe nach einer EP aus dem Jahre 2004 und einem Album aus 2006.


Übersetzt soviel bedeutend wie „Schwermetall“, bieten die fünf Jungs aus Worms eine grundsolide Arbeit im Sektor Power Metal, ohne dabei jedoch auf kitschige Keyboards oder ausgelutschte Fantasy-Themen zurück greifen zu müssen. Vielmehr überzeugt man hier mit guten Riffs, ausgefeilter Technik und atmosphärischen Melodien, ohne jedoch überzogen zu klingen. Perfektes Timing und ein Händchen für das Songwriterische beweisen Alex Stahl (Vocals), Thilo Feucht (Guitars), Roger Dequis (Guitars), Ingmar Holzhauer (Bass) und Andreas Neuderth (Drums) auf diesem Silberling zu Hauf. Dabei ist es egal, ob es sich um schnelle Gitarrensoli, wie in „The isle of man“ oder „Metal ball“, epische Gesangslinien in Balladen wie „War“ oder um beinhartes Riffing wie in „Led Astray“ handelt. Immer beweist die Band ein Händchen für das gewisse Etwas, was einen guten Power Metal Song ausmacht.Aber, um der Sache gerecht zu werden: Grundsolide ist dieses Album, Die Produktion ist genau richtig und das Cover passt auch zum Inhalt. Trotzdem täuscht alles nicht darüber hinweg, dass es im Power Metal heutzutage einfach nicht ausreicht, gut zu sein, um zur Speerspitze des Genres zu gehören. Die absolute Einzigartigkeit des Gehörten und die ausreichende Anzahl an brillanten Ideen fehlt einfach, um hier eine Bewertung im optimalen Segment zu bekommen. Dennoch eine schöne Leistung von Viron und natürlich auch Wert, mal von Genrefans angetestet zu werden. Leider machen sich die Musiker live sehr rar, was eine Beurteilung des Materials unter Live-Verhältnissen natürlich sehr erschwert. Trotzdem: Gute drei Gitarren für eine gute CD.

Wertung: 6 von 10