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Walls of Jericho – All hail the dead

35:05 Minuten Moshpit bildender Metalcore!

Gleich solche gewaltigen Worte am Anfang, aber es geht direkt mit Track 1 des Albums „ALL HAIL THE DEAD“ von Walls of Jericho los.


Wenn der kreischende Gesang von Frontfrau Candace Kucsulain und die gewaltigen Riffs der Band anfangen die Technik zu massakrieren, der Hammer. Unter anderem auch deswegen, wenn man sich die stark tätowierte Dame mal etwas genauer anschaut. Die zierlich wirkende Amerikanerin aus dem Staate NY hat eine so große Wut in ihrer Stimme, da könnte sich einige Shouter des gleichen Genres ein dicke Scheibe von abschneiden. Aber auch die Band ist meiner Meinung nach nicht unbegabt; die schnellen Rhythmus/Takt Wechsel, erinnern an Namen wie „System of a Down“.

Doch, die Technik beherrschen die 5. Und die Ausdauer, die die Band in diesem Album zeigt, zieht sich über die nächsten Songs durchaus weiter. Der Sound bleibt aggressiv und man denkt, die 29-jährige findet kein Ende. Das Beste an den Songs sind, die, wie oben schon angesprochenen ständig wechselnden Rhythmen und Melodien. Das Album hört sich auf keinen Fall gleich an, was man von anderen Bands nicht immer behaupten kann. Immer schön noch einen drauflegen, das scheint das Motto der Platte zu sein. Die abgedruckten Songs auf der Rückseite der CD sollen es anscheinend verraten. Es gibt zur Mitte des Albums noch mal richtig ein Schmankerl auf die Ohren. Das in großen Lettern gedruckte „1:43“ fängt mit einem langen Intro an, was Lust auf mehr macht, dann kommt es zu einem kleinen Stillstand und wie ein brodelnder Dampfhammer schießt Candace los. Was mir sehr gut gefallen hat, aber für WOJ sehr ungewöhnlich ist, ist die zweite Stimme. Leider ist sehr schlecht rauszuhören, wer diese feine, kleine Stimme im Hintergrund ist. Und auch das WOJ-Infomaterial wollte den Namen nicht preisgeben. Am Schluss des 4:35 min Stücks gibt es noch ein sehr schönen Abschluss-Solp der Band. Das darauf folgende „Jaded“ knallt dann noch mal, diesmal ohne Intro, die Boxen durch das Wohnzimmer. Ein sehr gelungenes Album, was schon 2004 veröffentlicht worden ist.

Was Besonderes hat sich die Band im letzen Lied geleistet. Der, der auch mal auf melodische Klänge der Band abfährt, hat bei „To be continued“ definitiv was Nettes zum Hören bekommen. Das ohne Vocals aufgenommene Stück verrät insgeheim auch, dass es nach „ALL HAIL THE DEAD“ wohl noch ein Album geben soll. Wir sind gespannt.

Wertung: 9 von 10