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Wizard – Trail Of Death

Mit ihrem zehnten Album „Trail Of Death“ bleiben die Herren von Wizard sich selbst und auch den Fans treu. Ehrlicher Heavy Metal mit Ecken und Kanten steht auf dem Programm. Ein genauerer Blick lohnt sich in jedem Fall.


Denkt man an teutonisches Schwermetall, dann gehen einem zuerst Namen wir Grave Digger, Accept, Running Wild oder auch die 80er Jahre Legenden von Warlock durch den Sinn. Fragt man dann jemanden der sich eher auf den Untergrund beschränken will, dann hört man eventuell die Namen Sacred Steel oder Steelpreacher. Die Mannen von Wizard werden dann erst im zweiten Lauf genannt. Ein Status, der der Truppe aus Bocholt leider auch bei ihrem inzwischen zehnten Langspieler anhängt. Ein unbequemer und auch nicht ganz berechtigter Umstand. So bekommt man als Fan der oben genannten Kapellen doch eben genau das, was man als geneigter Schwermetalljünger hören will: Aufrichtigen, ehrlichen Heavy Metal der traditionellen Art, der auch mal ein paar Ungereimtheiten und kleine Patzerchen in Kauf nimmt. Wer hier klinische Überproduktion sucht, der ist definitiv falsch. Der Opener Creeping Death“ (nicht zu verwechseln mit einem Stück gleichen Namens aus der Bay Area) macht direkt eine akurate Figur. Nackenmuskulatur wird angeregt und das Knie wippt mit. Hier geht es um den Spaß an der Sache und nicht Perfektionismus. Denn auch wenn der Gesang stellenweise ein klein wenig holprig daher kommt, so macht das Ganze doch Spaß und eben genau das gibt Wizard den gewissen Wiedererkennungswert. Wie eingangs erwähnt: Man bleibt sich treu und so geben sich Wizard auch gewohnt abwechslungsreich. Mal knallt es steil nach vorne („Black Death“ und „Post Mortem Vivere“), dann gibt es ruhige, dafür aber episch-ausladende Stücke („Angel of Death“ (auch hier nicht mit einem Stück aus der Bay Area zu verwechseln), „Angel Of The Dark“ oder „Machinery Of Death“) oder auch einen wahren Nackenbrecher („We Won’t Die For Metal“). Fans der Herren aus Nordrhein-Westfalen werden mit „Trail Of Death“ auf jeden Fall ihren Spass haben.

Trotz der positiven Punkte fehlt es dann am Ende doch an eben diesem einen kleinen Quäntchen, welches den letzten Schliff gibt und den „AH!!“ Effekt hervorruft. Am Ende bleibt aber ein schwer gelungenes Genrealbum, mit dem jeder teutonische Stahlfanatiker seinen Spaß haben wird. Nicht mehr, aber auf jeden Fall auch nicht weniger. Mit den Worten aus dem letzten Song der Platte: Defenders of Metal standing side by side! Let us fight!!

Tracklist:

  • 01. Creeping Death
  • 02. War Butcher
  • 03. Electrocution
  • 04. Angel of Death
  • 05. Angel of the Dark
  • 06. Black Death
  • 07. One for All
  • 08. Post Mortem Vivere
  • 09. Death Cannot Embrace Me
  • 10. Machinery of Death
  • 11. We Won’t Die for Metal
Wertung: 6 von 10