1.) Ein Ausflug in die lange und interessante Geschichte des Hanfs

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Die Klischees über Hanf und dessen Konsum kennen wir praktisch alle, ebenso wie das Hanfblatt auf Postern, T-Shirts und allen möglichen Gebrauchsgegenständen. Auch mit dem Kultivieren von Hanfpflanzen wird experimentiert – aber was wissen wir sonst über die Heil- und Nutzpflanze?

Im CBD-Buch von Metaller.de soll es auch darum gehen, euch die Kulturgeschichte des Hanfs ein wenig näher zu bringen. Deshalb nehmen wir euch jetzt mit auf eine kleine historische Reise….

Heimat des Hanfs: Asien

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Diese nimmt ihren Anfang in China, wo es eines der ersten schriftlichen Zeugnisse über den Hanfgebrauch gibt, und zwar vermutlich aus dem Jahre 2800 vor unserer Zeitrechnung. Über diesen Zeitraum herrscht bei Forschern Uneinigkeit.

Allerdings ist die Hanfpflanze vermutlich die erste vom Menschen kultivierte Pflanze. Jedenfalls verfasste Kaiser Schen Nung, der als Gott der Medizin und des Tees, sowie als Mitbegründer der chinesischen Kultur gilt, ein Buch über den Hanfgebrauch in der Medizin. Konkret wurde Hanf unter anderem als Heilmittel für Malaria und Rheuma genannt.

Hanf wurde von den Chinesen jedoch nicht nur als Medizin verwendet, sie wussten auch die Nahrhaftigkeit der Samen und das reißfeste Material der Stängel zu schätzen. Vermutlich wurde auch die berauschende Wirkung beim Verzehr der Blüten bald entdeckt. Aus der Zeit der Gushi-Kultur entdeckte man als Grabbeigaben Cannabisblüten, welche wohl aufgrund der psychoaktiven Wirkung verwendet wurden.


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Auch aus Mesopotamien und Ägypten gibt es frühe Hinweise auf den Gebrauch von Hanf zu Heilzwecken. Während die Chinesen Hanf bereits zur Papierherstellung entdeckten, führte man im Römischen Reich Kriege um den Rohstoff.

Hanfkultivierender Ackerbau fand außerdem in Indien und Tibet, dem heutigen Irak, in Kasachstan und bei den alten Griechen statt. Im Zuge der Völkerwanderung gelangte der Hanf schließlich auch in das restliche Europa.

Die ältesten Hanf-Funde in Europa stammen aus Deutschland, sie sind rund 5.500 Jahre alt und kommen aus dem Raum Eisenberg (Thüringen).

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Hanf im Mittelalter und der Neuzeit

Hanfernte im Frankenwald
Hanfernte im Frankenwald (frankenwaldhanf.de)

Hanf war auch aus den folgenden Epochen nicht wegzudenken, denn nun wusste man auch die Stängel zu Seilen, Tauen und Segeln zu verarbeiten. Ohne die reißfeste Hanffaser hätte man zum Beispiel den Langbogen als Waffe gar nicht verwenden können.

In der Schifffahrt war Hanf deshalb so beliebt, weil es resistenter gegenüber dem salzigen Meerwasser ist und sich auch weniger mit Wasser vollsaugt wie Baumwolle. Flachsleinen wiederum verrottet rasch, wenn es längere Zeit feucht ist, im Gegensatz zur Hanfleinwand.

Das Öl der Hanfsamen verwendete man als Speise- und Lampenöl, und schließlich entdeckte man auch in Europa den Hanf zur Papierherstellung, wie es in China bereits längst gang und gäbe war. Die Spanier waren die Ersten, Deutschland folgte 1290 mit der ersten Papiermühle in Nürnberg.

Berühmte Druckwerke wie die Gutenberg-Bibel oder die amerikanische Unabhängigkeitserklärung sind auf Hanfpapier verewigt.

Und wenn wir schon bei besonderen Einzelstücken aus Hanf sind: Auch die erste Jeans, von Levi Strauss im Jahre 1870 produziert, entstand aus Hanf.

Der Hanfanbau wird verdrängt

Hanfernte im Frankenwald
Hanfernte im Frankenwald (frankenwaldhanf.de)

Während man in Venedig noch auf die Qualität der Hanfseile baute, entdeckte man in Südwestdeutschland etwas Rentableres: Den Anbau von Tabak. Auch für die Seilerei wurde ein anderer Rohstoff bedeutsam, und zwar die Fasern des Agavenbaums, als Sisal bekannt.

Mitte des 20. Jahrhunderts setzte die Bekleidungsindustrie immer mehr auf Kunstfasern, es wurden auch immer wieder Anti-Cannabis-Kampagnen laut, der Diplomat Harry J. Anslinger spielte diesbezüglich zum Beispiel eine große Rolle.

In den USA setzten sich führende Industrielle aus der Baumwoll- und Pharmaindustrie für die Einführung einer Hanfsteuer ein. Schließlich wurde auch ein Hanfanbauverbot erlassen. Kurze Bedeutsamkeit erlangte der Hanfanbau noch einmal in der Zeit des zweiten Weltkrieges, als Rohstoffknappheit herrschte und die Armee strapazierfähige Kleidung benötigte.

Erst in den 1990-er Jahren erlebte Hanf in der Landwirtschaft ein Revival, der Anbau wird auch kontinuierlich gesteigert, dennoch ist die Nachfrage immer noch größer als das vorhandene Angebot.

Die Nutzung ist immer noch dieselbe, denn immer noch sind die Hanfseile den Baumwollseilen qualitativ überlegen, und auch die Papierindustrie profitiert von der Haltbarkeit.

Hanf kommt auch in der chemischen Industrie zur Anwendung als Basis für Farben, Lacke, aber auch Waschmittel.
Das weltweite Interesse am Hanfanbau führte dazu, dass mit dem Stand 2017 52 Nutzhanf-Sorten zum Anbau in der Europäischen Union erlaubt sind.

Nutzhanf ist besonders beliebt als nachwachsender Rohstoff, die Zucht ist problemlos und es können alle Pflanzenteile verwertet werden. Die Pflanze ist höchst resistent gegenüber Schädlingen, pflegeleicht und im Anbau werden keine Herbizide benötigt.

Quellenangaben, Inhaltsangabe und Haftungsausschluss zu medizinischen Themen

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Autorin: Doris


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